ANLEIHEN Phantasie in Osteuropa
In Osteuropa finden sich für Anleger, die von den niedrigen Zinsen in Deutschland enttäuscht sind, attraktive Alternativen. Analysten empfehlen insbesondere ungarische und auch polnische Staatsanleihen, die Zinsen von mehr als zehn Prozent abwerfen. Da beide Länder gute Chancen für einen Beitritt in die EU spätestens im Jahr 2005 haben, werden mittelfristig niedrigere Zinsen und damit eine gute Wertentwicklung bei den Rentenpapieren erwartet. »Das Zinsniveau wird sich angleichen«, beschreibt Jörg Bartenstein vom Vermögensverwalter Invesco die Konvergenzphantasie. Er empfiehlt besonders Ungarn, wo die Zentralbank Anfang Januar die Zinsen um 0,5 Prozent gesenkt und den ungarischen Forint an die Wertentwicklung des Euro angelehnt hat. Allerdings muss in Osteuropa mit Währungsrisiken gerechnet werden. Insbesondere in Polen liegt die Inflation nahe zehn Prozent, Abwertungen des Zloty werden zumindest einen Teil des Zinsvorteils auffressen. »Hände weg von Rumänien oder Bulgarien«, warnen Frankfurter Bankanalysten. Dort sind die Zinsen hoch, aber die Risiken unkalkulierbar.