Pharma: Mindestens fünf Bieter für Generika-Sparte von Merck - DER SPIEGEL
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Pharma Mindestens fünf Bieter für Generika-Sparte von Merck

Der Darmstädter Merck-Konzern kann sich aussuchen, an wen er seine Generika-Sparte verkaufen möchte. Bis zur gesetzten Frist gestern Abend haben einem Pressebericht zufolge mindestens fünf Bieter vorläufige Gebote abgegeben.
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New York - Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorhaben vertraute Personen berichtet, liegen die Gebote zwischen fünf und 6,5 Milliarden Dollar. Neben der indischen Ranbaxy Laboratories hätten auch Teva Pharmaceutical   aus Israel, Mylan Laboratories   aus den USA sowie die Actavis Group aus Island Angebote eingereicht. Alle vier Bieter haben sich auf die Herstellung von Nachahmermedikamenten spezialisiert.

Ranbaxy bestätigte sein Gebot bereits offiziell. Von Teva und Mylan gab es keine Stellungnahmen. Eine Actavis-Sprecherin bekräftigte das Interesse ihres Unternehmens. Man sei mit Merck im Gespräch.

Als fünften Bieter nennt die Zeitung die Finanzinvestoren Bain Capital und Apax Partners, die im Konsortium aufträten. Zudem sei es möglich, dass weitere Angebote eingereicht wurden. Unklar ist dem Blatt zufolge, welchem Konsortium der indische Cipla-Konzern angehört.

Es wird erwartet, dass Merck bis zur nächsten Woche eine Vorauswahl aus dem Kreis der Interessenten trifft. Bis Ende April sollen dann die abschließenden Gebote vorgelegt werden. Das Darmstädter Unternehmen machte mit seinem Generika-Geschäft nach einer Studie der WestLB im vergangenen Jahr 1,8 Milliarden Euro Umsatz.

Merck will die Generika-Sparte veräußern, um aus dem Erlös den Erwerb des Schweizer Biotechnologieunternehmens Serono zu finanzieren. Die rund 10,6 Milliarden Euro teure Übernahme war im September vergangenen Jahres vereinbart worden.

wal/ddp