Pharmaübernahme: Novartis schluckt Hexal - DER SPIEGEL
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Pharmaübernahme Novartis schluckt Hexal

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis übernimmt den deutschen Generika-Hersteller Hexal. Damit entsteht ein neuer Weltmarktführer bei Nachahmermedikamenten.
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Basel - Zusammen mit dem mehrheitlichen Erwerb des US-Unternehmens Eon Labs   liege der Kaufpreis bei 5,65 Milliarden Euro, teilte Novartis   mit. Durch den Zusammenschluss der Firmen mit der Novartis-Tochter Sandoz entsteht demnach der weltgrößte Hersteller sogenannter Generika. Der Schweizer Konzern erhofft sich von dem Zusammenschluss jährliche Einsparungen von 200 Millionen Dollar.

Generika enthalten Wirkstoffe, die zuvor patentgeschützt waren. Nach Ablauf des Patentschutzes können die Wirkstoffe von jedem Unternehmen eingesetzt werden. Generika sind meist günstiger als Original-Präparate. Den Erfindern der Wirkstoffe bescheren sie zum Teil erhebliche Umsatzeinbußen.

Synergien erwartet der Basler Pharma-Riese insbesondere in den Bereichen Produktion/Materialbeschaffung, Prozess- und Herstellkosten der verkauften Produkte, im Marketing und Verkauf, der Entwicklung sowie Verwaltung. Das neue Managementteam von Sandoz soll nach Abschluss der Übernahmen unter der Führung von Sandoz-Chef Andreas Rummelt aus Führungskräften aller drei Unternehmen bestehen.

Über Verhandlungen von Novartis mit Hexal aus dem bayerischen Holzkirchen war bereits seit Tagen spekuliert worden. Die Hexal-Eigner Thomas und Andreas Strüngmann hatten das Unternehmen 1986 gegründet. Mit weltweit 7300 Mitarbeitern und rund 1,3 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr ist Hexal in Deutschland die Nummer zwei in der Generikabranche. Marktführer ist Ratiopharm, an dritte Stelle liegt die börsennotierte Stada  .

Die Strüngmann-Brüder halten mittelbar auch die Mehrheit an Eon. Bei Eon übernehme Novartis zunächst 67,7 Prozent der Aktien, hieß es. Den restlichen Anteilseignern werde ein Angebot von jeweils 31 Dollar für die 31,9 Millionen ausstehenden Aktien unterbreitet.