Philip Morris: Unilever mit Keksen überholt - DER SPIEGEL
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Philip Morris Unilever mit Keksen überholt

Der amerikanische Tabak- und Lebensmittelkonzern Philip Morris übernimmt den führenden amerikanischen Gebäck-Hersteller Nabisco und steigt damit nach Nestlé zur weltweiten Nummer zwei in der Nahrungsmittelbranche auf, Unilever rutscht auf Platz drei.
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New York - Mit Keksen und Knabbergebäck der Marken Ritz, Oreo und Life Savers füllt Nabisco eine Lücke der Philip-Morris-Tochter Kraft Foods, die vor allem für ihre Käseprodukte bekannt ist und insgesamt 55 Marken vertritt.

Als Kaufpreis wurden rund 31 Milliarden Mark vereinbart. Außerdem verpflichtete sich Philip Morris, die Schulden der Nabisco Holdings Corp. zu übernehmen.

Um die Übernahme von Nabisco hatten sich auch die französische Danone und die britische Cadbury Schweppes mit einem gemeinsamen Angebot bemüht.

Philip-Morris-Chef Geoffrey Bible erklärte, die Übernahme bedeute eine erhebliche Ausweitung der eigenen Produktpalette. "Die Verbindung von Kraft und Nabisco wird das dynamischste Unternehmen der Nahrungsmittelbranche schaffen, sowohl in absoluten Gewinnzahlen als auch beim Gewinnwachstum."

Kraft und Nabisco bringen es zusammen auf einen Umsatz von 34,9 Milliarden Dollar nach den Geschäftsdaten des vergangenen Jahres. Damit liegt der Zusammenschluss knapp hinter dem Schweizer Nestlé-Konzern weltweit auf Platz zwei der Branche.

Philip Morris will nach der Nabisco-Übernahme mit seiner Nahrungsmittelfirma Kraft an die Börse gehen. In einer Erstemission sollen weniger als 20 Prozent der fusionierten Lebensmittelfirma angeboten werden. Philip Morris will mit den Einnahmen aus dem Kraft-Börsengang einen Teil der Schulden tilgen, die bei der Nabisco-Übernahme anfallen.

Die Konsolidierung in der internationalen Lebensmittelbranche geht mit dem Nabisco-Kauf rasant weiter. Die britisch-niederländische Unilever, der drittgrößte Nahrungsmittelkonzern der Welt, hatte erst kürzlich die Übernahme des US-Lebensmittelriesen Bestfoods für 20,3 Milliarden Dollar angekündigt.