Piëch-Lästerung: Audi feuert seinen US-Chef - DER SPIEGEL
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Piëch-Lästerung Audi feuert seinen US-Chef

In aller Öffentlichkeit hatte sich Audis amerikanischer Statthalter Axel Mees abfällig über die Produktstrategie des ehemaligen VW-Konzernchefs Ferdinand Piëch geäußert, vornehmlich über die Luxus-Limousine Phaeton. Kurz darauf setzte das Unternehmen den Manager vor die Tür.
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Ingolstadt - Mees habe die Volkswagen-Tochter Audi   mit sofortiger Wirkung verlassen, sagte ein Unternehmenssprecher in Ingolstadt am Mittwoch. Zu den Gründen für die Entscheidung machte er keine Angaben. Ein Nachfolger werde in Kürze ernannt, sagte der Sprecher lediglich.

Die "Wirtschaftswoche" berichtet in ihrer neuesten Ausgabe, der erst zum 1. März gestartete langjährige BMW-Manager sei wegen öffentlicher Kritik am Phaeton fristlos gefeuert worden. In besonders respektloser Weise habe Mees gegenüber Journalisten das Luxusmodell der Konzernmutter VW kritisiert. Die Nobelkarosse war unter der Regie des früheren Vorstandschefs und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch entwickelt worden und erfüllt die Absatzerwartungen bislang nicht.

Branchenkreisen zufolge sorgte auch die zuletzt schwache Absatzentwicklung in den USA bei Audi für Verstimmung. Die Ingolstädter haben in Amerika in den ersten zehn Monaten 2004 mit 63.388 Fahrzeugen knapp zehn Prozent weniger als im Vorjahr verkauft. Dagegen konnte BMW   trotz der ebenfalls belastenden Euro-Stärke ein Absatzplus von 6,4 Prozent verbuchen.

Mees wäre nicht der erste, der den Einstieg der Marke VW ins Luxussegment kritisiert. Analysten haben bereits in der Vergangenheit den Sinn des Phaeton angezweifelt, weil das Fahrzeug gerade dem bereits im Premium-Segment etablierten A8 der Tochter Audi Konkurrenz macht.