Pilotenstreik "Ein voller Erfolg"
Frankfurt am Main - Zwischen 6.30 Uhr und 9.00 Uhr waren die deutschen Flughäfen so gut wie lahm gelegt. "Der Streik war ein sehr deutlicher Erfolg", resümierte Thorsten Gommert von der Pilotenvereinigung Cockpit. 118 von 160 Flügen seien bestreikt worden. Die Lufthansa habe nur einen Notdienst mit Piloten aus dem Management fahren können. Laut Lufthansa fielen bundesweit 84 Flüge aus.
Am 2. April sollen die Tarifverhandlungen zwischen der Lufthansa und der Pilotengewerkschaft in die vierte Runde gehen. Cockpit fordert in der laufenden Tarifrunde eine neue Vergütungsstruktur. "Im internationalen Durchschnitt verdienen unsere Piloten 27 Prozent weniger", sagt Gommert. Auch seien in den vergangenen Jahren die Pilotengehälter weniger gewachsen als die Inflation. Auf konkrete Forderungen zur Gehaltshöhe wollte der Tarifexperte sich jedoch nicht einlassen. Zuvor hatte es geheißen, Cockpit fordere Einkommenserhöhungen von im Schnitt mehr als 30 Prozent. Die Lufthansa lehnt dies ab.
Passagiere können sich im Internet unter www.lufthansa.com und über das Callcenter (Telefon-Nummer: 01803/803803) über eventuelle Flug-Ausfälle und -Verspätungen informieren.
Bereits am vergangenen Freitag war es zu chaotischen Verhältnissen an den Flughäfen gekommen, weil durch Warnstreiks der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi 75 Flüge ausgefallen waren. Am Wochenende hatten sich Lufthansa und Gewerkschaft daraufhin auf eine Tariferhöhung für Bodenpersonal und Kabinenbesatzungen geeinigt.
Am 2. April legt die Lufthansa ein Gehaltsangebot vor. Sind die Piloten nicht zufrieden, drohen weitere Streiks.