Pilotenstreik: Lufthansa will Schadensersatz - DER SPIEGEL
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Pilotenstreik Lufthansa will Schadensersatz

Der Druck der Aktionäre auf die Lufthansa zeigt Wirkung. Nun prüft die Airline, ob von der Pilotenvereinigung Cockpit Schadensersatz für den Streik gefordert werden kann.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Stuttgart/Düsseldorf - Die Lufthansa müsse entsprechende Aufforderungen von Aktionären ernst nehmen, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Samstag. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz hatte die Lufthansa am Vortag zu Schadensersatzklagen gegen Cockpit wegen des Verlustes von rund 50 Millionen Mark durch den Streiktag und der Imageschäden für die Airline aufgefordert.

Die Schadensersatzfrage sei aber nur ein "Nebeneffekt", betonte der Lufthansa-Sprecher. Wichtiger sei die Neuaufnahme der Verhandlungen. Einen Tag nach dem 24-stündigen Ausstand der Flugkapitäne hatten die Tarifpartner am Freitag Bereitschaft zur Neuaufnahme der Verhandlungen gezeigt. Die Tarifgespräche sollten "zeitnah" fortgesetzt werden, kündigte Cockpit-Verhandlungsführer Michael Tarp an.

Ob die Verhandlungen am Samstag bereits fortgesetzt wurden, wollte der Lufthansa-Sprecher nicht sagen. Beide Parteien hätten vereinbart, sich in dieser Frage "größte Zurückhaltung aufzuerlegen", sagte er. Auch bei der Pilotenvereinigung waren vorerst keine Informationen dazu zu erhalten.