Pixelpark: Bertelsmann zieht sich zurück - DER SPIEGEL
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Pixelpark Bertelsmann zieht sich zurück

Massenentlassungen, Vorstandswechsel, Streit um die Sanierung: Die gebeutelte Multimedia-Agentur Pixelpark kommt nicht zur Ruhe. Nun will Mehrheitsaktionär Bertelsmann einen großen Teil seiner Anteile verkaufen - offenbar an Vertraute des geschassten Firmengründers Paulus Neef.
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Hamburg - Bertelsmann fährt sein Engagement bei dem angeschlagenen Internet-Dienstleister Pixelpark zurück: Der bisherige Mehrheitsaktionär reduziert seine Anteile von 60 auf 20 Prozent. Neue Gesellschafter werden zu jeweils 20 Prozent der ehemalige Musikmanager und Ex-Universal-Chef Wolf-Dieter Gramatke und Axel Fischer, Eigentümer des Potsdamer Multimedia-Unternehmens Mediacs. Die beiden neuen Aktionäre werden dem Umfeld von Firmengründer Paulus Neef zugerechnet.

Neef, 42, wurde erst unmittelbar vor Weihnachten mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Alleinvorstand entbunden; sein Nachfolger wurde der ehemalige Pixelpark- Aufsichtsratsvorsitzende und Ex-Bertelsmann-Manager Jürgen Richter, 61. Zuvor hatten sich Neef und Richter über den Sanierungskurs für das verlustreiche Unternehmen zerstritten. Die veränderte Aktionärsstruktur eröffnet Chancen für Neef und die Privatbank Sal. Oppenheim, die derzeit die Stimmrechte für dessen 17,7-Prozent-Anteil hält, mit neuen Partnern das Comeback des Firmengründers einzufädeln.