Pofalla erst im Jahr 2015 zur Bahn - DER SPIEGEL
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Umstrittene Personalie Pofalla könnte erst 2015 zur Bahn wechseln

Ein Kompromiss soll Ronald Pofallas umstrittenen Wechsel zur Deutschen Bahn retten. Nach SPIEGEL-Informationen könnte der Kanzleramtsminister seinen Posten dort erst 2015 antreten - und möglicherweise sogar erst 2017 in den Vorstand aufrücken.
Ronald Pofalla: Erst im Jahr 2015 zur Bahn
Ronald Pofalla: Erst im Jahr 2015 zur Bahn

Ronald Pofalla: Erst im Jahr 2015 zur Bahn

Foto: JOHANNES EISELE/ AFP
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Berlin - Eine zeitliche Verschiebung soll den umstrittenen Wechsel des Ex-Kanzleramtschefs Ronald Pofalla (CDU) in den Bahn-Vorstand nach Informationen des SPIEGEL doch noch möglich machen. Demnach könnte Pofalla seinen neuen Posten erst im kommenden Jahr antreten, also deutlich später als ursprünglich geplant. "Je später er anfängt, desto besser", heißt es in Bahn-Kreisen.

Zudem könnte Pofallas neu einzurichtender Vorstandsposten für Regierungskontakte später mit dem für Compliance und Recht verschmolzen werden. Dieser wird 2017 frei, wenn der Vertrag des aktuellen Vorstands Gerd Becht ausläuft. Vorteil des Kompromisses: Es käme nur für eine rund zweijährige Übergangszeit zu einer Vergrößerung des Vorstands, die im Aufsichtsrat auf erhebliche Gegenwehr gestoßen war.

Als denkbar gilt in Koalitionskreisen auch, dass Pofalla seinen neuen Posten zunächst zu entsprechend geringeren Bezügen unterhalb der Vorstandsebene antritt und 2017 dann aufgewertet wird. Bahn-Chef Rüdiger Grube will im März dem Aufsichtsrat der Bahn seine Vorschläge präsentieren.

Anfang Januar war der offenbar bereits seit mehreren Monaten geplante, aber bis heute nicht offiziell bestätigte Wechsel von Pofalla in den Bahn-Vorstand durch Medienberichte öffentlich geworden. Daraufhin hatten sich sowohl Arbeitnehmervertreter im Bahn-Aufsichtsrat als auch Politiker kritisch geäußert. Die Personalie hat auch die Debatte über längere Abkühlpausen beim Wechsel von Politikern in die Wirtschaft neu entfacht.

Unionspolitiker stärken Pofalla allerdings auch den Rücken. "Unser Problem in Deutschland ist doch eher, wenn man sich unsere Nachbarstaaten oder die USA anschaut, dass es zwischen Politik und Wirtschaft eher zu wenig als zu viel Austausch gibt", sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble der "Rheinischen Post". "Diese Debatte trägt nicht gerade dazu bei, dass das in Zukunft besser wird."

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt pflichtete dem bei: "Wechsel zwischen Politik und Wirtschaft sollten weiter stattfinden können und zwar in beide Richtungen", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag".

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ric/mit Material von dpa