Poker um E-Plus - DER SPIEGEL
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TELEKOMMUNIKATION Poker um E-Plus

• aus DER SPIEGEL 32/1997
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Veba-Chef Ulrich Hartmann hat im Milliardenpoker um E-Plus kaum noch Chancen, die Handy-Gesellschaft zum gewünschten Termin und Preis zu erwerben. Seit Monaten versucht Hartmann von der Thyssen AG deren rund 30 Prozent großen Anteil an der Mobilfunkfirma zu kaufen. Grund: Die von der Veba mit dem Stromkonzern RWE gegründete Telefontochter Otelo will ihren Kunden zum Start in den Telefonwettbewerb in fünf Monaten Handys unter eigenem Namen anbieten. Vor acht Wochen hatte Hartmann Thyssen-Chef Dieter Vogel ein zeitlich befristetes Angebot vorgelegt. Die beiden Manager kündigten daraufhin an, die Verhandlungen »zügig abzuschließen«. Inzwischen wurden die Gespräche jedoch wieder unterbrochen. Denn E-Plus hat in den vergangenen beiden Monaten Rekordergebnisse vorgelegt und konnte durch neue Angebote (Handy ohne Grundgebühr) sowie verbesserte Erreichbarkeit im Ausland den Kundenzuwachs mehr als verdoppeln. Vogels Reaktion auf den Aufschwung: »Die Geschäftsentwicklung von E-Plus«, so der Thyssen-Chef in einem Schreiben an Aufsichtsratsmitglieder, mache ihm »viel Freude«. Und: Für »einen Verkauf der Beteiligung« bestehe »überhaupt kein Grund«.

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