Poker um UMTS: Talkline steigt aus - DER SPIEGEL
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Poker um UMTS Talkline steigt aus

Nach Vivendi hat sich jetzt auch Talkline aus dem Bieterrennen um die deutschen UMTS-Lizenzen verabschiedet. Nach Meinung des Unternehmens würden sich die Investitionen "keinesfalls rechnen".
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Elmshorn - Die zur Tele-Danmark-Gruppe gehörende Talkline hat nun offiziell bestätigt, sich nicht mehr an der Versteigerung zu beteiligen. Der auf UMTS bezogenen Business-Plan werde sich "keinesfalls rechnen", hieß es in einer Mitteilung.

Das Risiko bei UMTS generell sei "immens", für Talkline aber noch höher, da noch keine Mobilfunk-Netzinfrastruktur existiere, Erfahrungen aus dem Betrieb eines eigenen Mobilfunknetzes fehlten und geeignete Fachleute rar seien.

Wie weiter mitgeteilt wurde, wird die Entscheidung von den Eignern getragen. Tele Danmark und SBC sähen in Deutschland weiter einen "sehr wichtigen" Markt, dessen Potenzial künftig noch intensiver genutzt werden solle. Auch nach der UMTS-Auktion sei Talkline in der Lage, "offen auf alle Beteiligten zuzugehen", hieß es. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers plant Talkline, auch bei UMTS als Service-Provider aufzutreten, nicht als eigener Netzbetreiber.

Nach dem Ausstieg des Unternehmens sind nur noch neun Bieter am Start. Für die restlichen Kandidaten ist eine kleinere Zahl von Konkurrenten nützlich, da damit die Gebote voraussichtlich niedriger ausfallen. Die Auktion in Deutschland soll am 31. Juli beginnen, dabei werden sechs Lizenzen versteigert. Die Kosten pro Lizenz werden auf 15 bis 20 Milliarden Mark geschätzt.