Politischer Aktionismus: Klinkenputzen in Detroit - DER SPIEGEL
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Politischer Aktionismus Klinkenputzen in Detroit

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Wilhelm Schmidt, drängt in der Opel-Krise auf direkte Verhandlungen mit dem US-Mutterkonzern General Motors. Seiner Ansicht nach sollte ein Spitzenpolitiker der Koalition in Detroit vorstellig werden.
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Berlin - Nachdem der schwedische Ministerpräsident Göran Persson persönlich zu Verhandlungen in Detroit gewesen sei, müsse auch ein "hochrangiger Vertreter" Deutschlands mit General Motors Gespräche führen, sagte Schmidt am Mittwoch in Berlin. Er ließ aber offen, ob diese Verhandlungen vor Ort oder auf andere Weise stattfinden sollten.

Der SPD-Politiker zeigte sich überzeugt, dass Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) einen "ernsthaften Versuch" unternehmen wird, um mit der Konzernspitze ins Gespräch zu kommen. Der Minister werde dabei im Auftrag und im Sinne von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auftreten. Schmidt sagte, er wolle auch nicht ausschließen, dass sich Schröder noch persönlich in die Verhandlungen einschaltet.

Clement hatte sich am Dienstagabend erneut für den Erhalt aller Opel-Produktionsstätten in Deutschland eingesetzt. Er kündigte an, dass er ebenso wie Persson zu Gesprächen mit General Motors bereit ist.