Porsche Belegschaft diskutiert sieben Prozent Lohnerhöhung
Stuttgart - Am ersten Dezember will die baden-württembergische IG Metall ihre Empfehlung für die im kommenden Jahr anstehenden Tarifrunden in Metall- und Elektroindustrie abgeben. Zurzeit laufe deshalb die Meinungsbildung in Betrieben und Verwaltungsstellen, sagte ein Sprecher. In der Porsche-Belegschaft werde diskutiert, eine siebenprozentige Lohnerhöhung einzufordern, berichtet die Nachrichtenagentur AP mit Verweis auf unternehmensnahe Kreise.
Der IG-Metall-Sprecher versuchte abzuwiegeln: Es handle sich lediglich um einen Diskussionsbeitrag, sagte er. Es gebe eine gewisse Erwartungshaltung der Beschäftigten für die Verhandlungen im nächsten Jahr, gestand er allerdings ein. Nicht jede politische Entscheidung, die in Berlin getroffen werde, könne jedoch durch die Tarifrunde eingefangen werden, betonte er. "Wir müssen eine realistische Forderung aufstellen."
Baden-Württemberg gilt als traditioneller Pilot-Tarifbezirk in der deutschen Metallindustrie. Neben dem Thema Lohn wird im Südwesten auch über den Erhalt der Pausen für Akkord- und Bandarbeiter verhandelt. Die Arbeitgeber hatten den Tarifvertrag über die so genannte Steinkühler-Pause, die nur Teile des Bundeslands betrifft, gekündigt.