Porsche Das Gewinn-Mirakel
Stuttgart - Eine Umsatzrendite von mehr als 17 Prozent vor Steuern - das macht den Zuffenhausenern derzeit bei den Auto-Herstellern der Welt niemand nach.
Am Freitag aber hat das Unternehmen gezeigt, dass es immer noch für einen Rekord gut ist: Der Gewinn vor Steuern sei trotz der hohen Entwicklungskosten für den neuen Gelände-Sportwagen Cayenne um 40 Prozent auf 828,9 Millionen Euro gestiegen, so eine Unternehmensmitteilung. Dabei sei das Ergebnis dank des besseren Produktmixes deutlich stärker gewachsen als der Umsatz, der bei 4,86 Milliarden Euro liegt. Rückläufig sind allerdings die Absatzzahlen - sie fielen um 9,4 Prozent.
Es habe sich positiv ausgewirkt, so ein Sprecher, dass Porsche sich mit Optionsgeschäften langfristig gegen Kursschwankungen des Dollar abgesichert habe. Die USA sind mit Abstand der größte Absatzmarkt für Porsche. Nach Steuern habe das Unternehmen überdies von der Unternehmenssteuerreform profitiert. Der Jahresüberschuss schnellte dank der Steuereffekte um 71 Prozent auf 462 Millionen Euro nach oben.
Mit dem Gewinn übertraf Porsche deutlich die Erwartungen der Analysten. Lars Ziehn von der Deutschen Bank sagte: "Wir hatten vor Steuern nur ein Gewinnwachstum von 20 Prozent erwartet." An der Kaufempfehlung für die Porsche-Vorzugsaktie werde die Bank nicht rütteln. "Die Aussichten sind super - so wie immer".
Nach der Markteinführung des Cayenne, der dritten Baureihe, im Dezember soll der Absatz um mindestens 50 Prozent auf mehr als 80.000 Einheiten jährlich steigen. Die Produktionskapazitäten für das zwischen 60.000 und 100.000 Euro teure Fahrzeug, das in Leipzig montiert wird, sind auf 25.000 Einheiten im Jahr ausgelegt. Vor dem Verkaufsstart hatte sich bereits eine sechsstellige Zahl von Kunden für das Modell interessiert.