Porsche Ein Schiff wird kommen
Detroit - Der Sportwagenbauer Porsche steuert mit Vollgas ein weiteres Rekordjahr an. "Wir sind sicher, mehr als 50.000 Autos verkaufen zu können", sagte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf der Autoshow in Detroit. Er versprach, alles zu versuchen, die langen Lieferzeiten von über einem Jahr für Porsches Topmodelle zu verkürzen. "Wir stoßen allerdings seit Jahren an unsere begrenzten Kapazitäten", meinte der Vorstandsvorsitzende entschuldigend.
Im vergangenen Geschäftsjahr 1999/2000 (31. Juli) hatte Porsche 48.797 Autos abgesetzt. Der Umsatz war um 15,4 Prozent auf 7,1 Milliarden Mark angestiegen. Porsche stellte in Detroit als Weltpremiere sein zurzeit stärkstes Modell, den 911 GT2 vor. Der 462-PS-Renner steht ab Mai für 339.000 Mark oder 179.900 Dollar bei den Händlern.
In den USA, mit über 23.000 verkauften Sportwagen der mit Abstand wichtigste Markt für die Zuffenhausener, gibt es bei einigen Kunden noch immer lange Gesichter. Rund 900 Fahrzeuge konnten nicht rechtzeitig zu Weihnachten ausgeliefert werden, weil die Schiffe wegen des schlechten Wetters die US-Häfen nicht erreichen konnten. Über 400 langerwartete Sportwagen made in Germany schippern noch immer auf dem Atlantik herum - "wir erwarten den Frachter am kommenden Samstag", sagt Fred Schwab, Chef von Porsche Cars North America in Detroit.