Porsche-Einstieg: VW-Aufsichtsrat will Grundlagen-Vertrag - DER SPIEGEL
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Porsche-Einstieg VW-Aufsichtsrat will Grundlagen-Vertrag

Die künftige Zusammenarbeit von Porsche und VW soll vertraglich geregelt werden. Das erklärte der VW-Aufsichtsrat nach einer Sondersitzung. Zu dem befürchteten Putsch gegen Chefaufseher Ferdinand Piëch ist es nicht gekommen.
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Wolfsburg - Der Aufsichtsrat hatte sich auf einer Sondersitzung in Wolfsburg über den Einstieg der Stuttgarter bei Volkswagen informieren lassen. Daraufhin beauftragte das Kontrollgremium den Vorstand, einen Grundlagenvertrag über die zukünftige operative Zusammenarbeit zu verhandeln. Ziel sei ein "fairer Interessensausgleich".

Eine Entscheidung über den Aufsichtsrats-Vorsitzenden Ferdinand Piëch wurde nicht gefällt. Es habe streitige Diskussionen über seine Person gegeben, jedoch keine Abstimmung, berichtet die Nachrichtenagentur AFP mit Bezug auf Teilnehmerkreise. Porsche-Enkel Piëch war in den vergangenen Tagen wegen seiner Doppelfunktion bei VW und als Miteigentümer bei dem Stuttgarter Sportwagenhersteller kritisiert worden.

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU), der zu den heftigsten Kritikern der Doppelfunktion von Piëch gehört, hatte vor Beginn der Sitzung nochmals gefordert, das Thema müsse besprochen werden. Alle Aktionäre müssten gleich und fair behandelt werden. Er selbst habe eine Begutachtung beantragt. Den Ergebnissen wolle er aber nicht vorgreifen. "Wir sind der Meinung, dass wir heute erstmal die Konsequenzen aus dem Einstieg Porsches bei VW diskutieren müssen".

Wulff bekräftigte aber auch seine Auffassung, dass er einen Interessenkonflikt bei Piëch sieht, der als Großaktionär auch bei Porsche im Aufsichtsrat sitzt. Der neue Betriebsratsvorsitzende von VW, Bernd Osterloh, verteidigte Piëch dagegen: "Wir haben ja in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit ihm gemacht."