Porsche Erstmals mehr als eine Milliarde Gewinn
Paris/München - Dank des Erfolgs des Cayenne konnte Porsche im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Vorsteuergewinn erstmals die Milliarden-Marke knacken. Doch das soll nicht das letzte Kapitel der Erfolgsstory bleiben. Nicht zuletzt wegen der bereits hohen Nachfrage nach dem erst Mitte Juli gestarteten neuen Spitzenmodell 911 sowie der für Herbst geplanten Markteinführung der zweiten Boxster-Generation geben sich die Schwaben auch für das neue Jahr optimistisch.
"Für das laufende Geschäftsjahr 2004/05 ist Porsche ungeachtet konjunktureller Unwägbarkeiten ausgesprochen zuversichtlich", erklärte der Konzern am Mittwochabend in Stuttgart vor Beginn des Pariser Autosalons. Die neue 911-Generation erfreue sich einer sehr starken Nachfrage.
Weitere Impulse können sich die Stuttgarter zudem durch das neue Boxster-Modell erhoffen, dessen Verkauf am 27. November in Deutschland und Anfang 2005 in den USA beginnt. Das Fahrzeug, das je nach Version über 240 oder 280 PS verfügt, wird in Paris erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. "Aufgrund der nochmals gesteigerten Attraktivität seines Produktprogramms erwartet das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr ein erneutes Wachstum", teilte Porsche mit.
Milliarden-Gewinn trotz der Kosten für Modellwechsel
Auch wenn der Konzern konkrete Ergebniszahlen erst nach der Aufsichtsratssitzung im November veröffentlichen will, ist bereits jetzt klar, dass das vergangene Geschäftsjahr Porsche einen erneuten Rekord beschert hat. "Wir werden beim Vorsteuergewinn die Milliarden-Grenze überspringen", erklärte Vorstandschef Wendelin Wiedeking. 2002/03 hatte Porsche vor Steuern 933 Millionen Euro verdient.
Dabei musste das Unternehmen im am 31. Juli geendeten Geschäftsjahr 2003/04 den Modellwechsels beim Boxster und dem 911 verkraften, deren Absätze prozentual deutlich zweistellig einbrachen. Dennoch kletterte der Verkauf im Konzern insgesamt um 15 Prozent auf 76.827 Fahrzeuge. "Zu verdanken ist dies vor allem dem Erfolg des Cayenne", teilte Porsche mit. Von dem Geländewagen seien 39.913 Einheiten verkauft worden - was mehr als der Hälfte des gesamten Absatzes entspricht. Beim Umsatz konnten die Stuttgarter ein Plus von 13,9 Prozent auf 6,35 Milliarden Euro verbuchen.
Deutlich über den Absatzzahlen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr die Produktion: Hier ergab sich den Zahlen zufolge ein Anstieg um 11,3 Prozent auf 81.531 Fahrzeuge. Porsche habe bereits zahlreiche 911-Modelle der neuen Generation vorgefertigt, um so die Verfügbarkeit des Fahrzeugs bei der weltweiten Markteinführung sicherzustellen.