Porsche Fahren im roten Bereich
Die Sportwagenfirma Porsche rast von Rekord zu Rekord. Obwohl der Absatz in den USA einbrach, die Boxster Auslieferung im August dort gar um 51 Prozent zurückging, hat der Konzern ein neues Traumergebnis erwirtschaftet: Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 31. Juli endete, stieg der Gewinn vor Steuern auf gut 950 Millionen Euro, ließen Porsche-Manager verlauten. Die Bilanzpressekonferenz ist für Dezember angesetzt.
Das ist der höchste Gewinn in der Firmengeschichte und entspricht einer Bruttorendite von 17 Prozent. Im Jahr zuvor lag der Gewinn noch bei 828,9 Millionen Euro. Probleme macht dem Konzern unterdessen das hohe Wachstumstempo. In den vergangenen fünf Jahren stieg die Zahl der Beschäftigten um über 20 Prozent, der Absatz um mehr als 50, der Umsatz um 80 und der Gewinn vor Steuern um mehr als 160 Prozent.
Porsche-Entwickler waren mit der Konstruktion des Geländewagens Cayenne voll ausgelastet, die Arbeiten an neuen Sportwagen mussten hinten anstehen. Der Boxster und der 911er gelten vielen Kunden mittlerweile als angegraut, weil sie bereits im achten beziehungsweise sechsten Jahr auf dem Markt sind. Neue Modelle kommen erst in den nächsten ein bis zwei Jahren.