Porsche: Mit Vollgas ins Reich der Mitte - DER SPIEGEL
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Porsche Mit Vollgas ins Reich der Mitte

Auch in China gehört die linke Spur bald den Porschefahrern. Der Sportwagenbauer eröffnet demnächst seine erste Vertretung im Land der Radfahrer.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peking - Für 1,5 Millionen Mark wurde ein 250 Quadratmeter großer Schauraum im renommierten Chang'an-Club in Peking eingerichtet. "Der Markt ist reif für Porsche", sagte Hans Michael Jebsen vom Handelshaus Jebsen in Hongkong, das Porsche in Asien vertreibt. Im ersten Jahr sollen in China 20 Porsche verkauft werden.

Porsche zielt in China auf "junge, erfolgreiche Geschäftsleute und Fachkräfte" oder zurückgekehrte Überseechinesen und Ausländer in China als potenzielle Kunden. "Die meisten erfolgreichen Geschäftsleute besitzen nun ihre eigenen Appartements oder Häuser und Luxuswagen. Jetzt suchen sie etwas Besonderes, im westlichen Stil", sagte Jebsen.

Die neuen Reichen müssen unter anderem wegen hoher Einfuhrzölle tief in die Tasche greifen. Umgerechnet rund 280.000 Mark kostet ein Boxster, rund 460.000 Mark ein Porsche Carrera mit besonderer Ausstattung. Elf Autos hält Porsche direkt für erste potenzielle Käufer bereit.

In den vergangenen Jahren hat Porsche erst 15 Wagen direkt nach China verkauft, doch fahren etwa 60 bis 70 in der Volksrepublik. In ganz Asien hat Porsche im vergangenen Jahr etwa 3000 Wagen abgesetzt, davon 2000 in Japan und 300 in Hongkong.

Weltweit hatte Porsche vier Rekordjahre in Folge, wobei das Jahr 2000 das beste seit 50 Jahren war - mit einem Gewinn vor Steuern von mehr als 400 Millionen Dollar.