Porsche: Offerte für VW gescheitert, Plan erfüllt - DER SPIEGEL
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Porsche Offerte für VW gescheitert, Plan erfüllt

Wie erwartet ist die Resonanz auf das Porsche-Pflichtangebot für VW auf sehr verhaltene Resonanz gestoßen. Nicht einmal ein Zehntel-Prozent des Aktienkapitals der Wolfsburger wurde dem Sportwagenhersteller zum Kauf angeboten.
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Stuttgart - Porsche hält nun 30,97 Prozent der Aktien an VW, Europas größtem Autobauer. Hintergrund der Anteilserhöhung war das Pflichtangebot, von dem nur wenige VW-Aktionäre Gebrauch gemacht hatten. Die Annahmequote habe lediglich 0,06 Prozent betragen. Das Angebot lag mit 100,92 Euro je Stammaktie und 65,54 Euro je Vorzugsaktie deutlich unter dem derzeitigen Kurs der VW-Aktie.

Porsche hatte zuvor seinen Anteil an VW auf mehr als 30 Prozent erhöht und musste daher den Aktionären der Wolfsburger ein Übernahmeangebot machen. Das Land Niedersachsen, das zweiter Großaktionär bei VW ist, hatte im Vorfeld bereits angekündigt nicht zu verkaufen. Das Land hatte vor wenigen Tagen weitere VW-Stammaktien erworben und damit seinen Anteil an Volkswagen kurzfristig von 20,23 auf 20,36 Prozent erhöht. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking will mit der Stärkung des Einflusses nach eigener Aussage vor allem eine Zerschlagung von VW durch Hedgefonds verhindern.

Hintergrund ist der erwartete Fall des VW-Gesetzes, das die Stimmrechte eines Aktionärs unabhängig von seinem Anteil auf 20 Prozent begrenzt. Nach dem Wegfall des Gesetzes hätten Porsche und Niedersachsen zusammen einen Anteil von mehr als 50 Prozent an den Stimmrechten und könnten damit Übernahmeversuche abwehren.

Zugleich stärkt Porsche mit dem höheren Anteil seine Position gegenüber Niedersachsen. Der Stuttgarter Konzern hatte den Einstieg bei Europas größtem Autobauer auch mit gemeinsamen Vorteilen begründet. Beide Unternehmen kooperieren bei vielen Projekten: Die Geländewagen Cayenne und Touareg wurden gemeinsam konstruiert, die Konzerne arbeiten zusammen an einem Hybridmotor und einer neuen Elektronik, die Karosserie des geplanten Porsche-Viertürers Panamera soll VW in Hannover bauen.

itz/AP

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