Porsche Per Klage ins Premium-Segment
Stuttgart - Porsche reichte eine entsprechende Klage vor dem Verwaltungsgericht ein, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Ziel sei es, auch ohne die vierteljährliche Quartalsberichte in den Prime Standard aufgenommen zu werden. Porsche erfülle bis auf die Erstattung von Quartalsberichten alle Kriterien, die die Börse für eine Zulassung zu diesem Standard aufgestellt habe.
Aus Sicht des Sportwagenbauers ist die Börsenordnung des Frankfurter Handelsplatzes keine ausreichende Rechtsgrundlage, um Quartalsberichte für eine Zulassung im Prime Standard verpflichtend vorzuschreiben. Vorstandchef Wendelin Wiedeking sagte: "Porsche verfügt über eine breite Basis internationaler Investoren, die in unsere Vorzugsaktie investiert haben."
Mit der seit Ende März geltenden neue Börsenordnung wurden der amtliche und der geregelte Handel durch die Aktiensegmente Prime Standard oder General Standard ersetzt. Für den Prime Standard gelten höhere Anforderungen an die Unternehmen, so müssen sie beispielsweise Quartalsberichte erstellen. Im General Standard gelten die gesetzlichen Mindestanforderungen. Um überhaupt in einen Index wie den Dax oder MDax zu kommen, müssen die Unternehmen allerdings im Prime Standard zugelassen sein.
Porsche hatte in der Vergangenheit immer wieder argumentiert, dass die Praxis der Quartalsberichte "für das bloße Schielen kurzfristiger Erfolge und die hohe Volatilität an den Börsen mit ausschlaggebend ist." Das Unternehmen, das nach eigenen Angaben eine "substanzielle sowie kontinuierliche Informationspolitik" betreibt, veröffentlicht nur Jahresabschlüsse.