Post: Portosenkung um nur einen Cent - DER SPIEGEL
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Post Portosenkung um nur einen Cent

Die Deutsche Post muss ihr Briefporto in diesem Jahr voraussichtlich nur um maximal einen Cent senken.So will sich die Bundesregierung Einnahmen sichern.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das Bundesfinanzministerium hat der zuständigen Bonner Regulierungsbehörde klar gemacht, dass es nur eine minimale Preissenkung befürwortet. Die Experten in Bonn hatten nach monatelanger Prüfung wegen der hohen Rationalisierungsfortschritte bei dem Staatsunternehmen für eine Senkung um mindestens sechs Cent plädiert.

Die Post ist wegen ihres Monopols verpflichtet, niedrigere Kosten, wie sie zum Beispiel durch den Abbau von Arbeitsplätzen erreicht wurden, an die Verbraucher weiterzugeben. Bereits vor zwei Jahren hatte die Regulierungsbehörde die Briefpreise senken wollen. Damals intervenierte Wirtschaftsminister Werner Müller mit Blick auf den Börsengang der Post.

Auch diesmal scheint die Bundesregierung vor allem die angespannte Haushaltslage im Blick zu haben. Denn eine massive Portosenkung dürfte den ohnehin schwachen Börsenkurs der Aktie Gelb weiter drücken. Der geplante Verkauf einer zweiten Tranche könnte dem Bund dann deutlich weniger Einnahmen bringen als bisher erwartet.