Postbank-Übernahme: Ackermann fordert offenbar Rabatt - DER SPIEGEL
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Postbank-Übernahme Ackermann fordert offenbar Rabatt

Die Postbank-Übernahme muss der Deutschen Bank teuer vorkommen: Über 57 Euro pro Aktie zahlt das Institut für die erste Etappe der Teilfusion - Postbank-Papiere sind zurzeit gerade 13 Euro wert. Laut einem Zeitungsbericht fordert Josef Ackermann jetzt Rabatt.
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Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank versucht laut "Handelsblatt", die Bedingungen für den Kauf der Postbank nachträglich zu verbessern. Die Zeitung beruft sich dabei auf Fnanzkreise.

Deutsche-Bank-Chef Ackermann, Post-Chef Appel: Rabattforderung für Postbank-Übernahme

Deutsche-Bank-Chef Ackermann, Post-Chef Appel: Rabattforderung für Postbank-Übernahme

Foto: DPA

Die im vergangenen Jahr getroffene Vereinbarung sieht vor, dass die Deutsche Bank das Bankgeschäft der Post zu einem Preis übernimmt, der angesichts eines massiv abgestürzten Aktienkurses aus heutiger Sicht völlig überteuert scheint. Der Branchenprimus wolle deswegen erreichen, dass der Postbank-Deal vor dem Hintergrund der zugespitzten Finanzkrise in Details verändert werde.

"Es ist ja eindeutig, dass das Wertvolumen der Postbank konstant nach unten gegangen ist, deshalb sind Nachbesserungen nicht auszuschließen", hieß es Insidern zufolge. Bislang zeichne sich bei den Parteien aber noch keine einvernehmliche Lösung ab. Beide seien dennoch fest entschlossen, bis Ende dieser Woche zu einem Ergebnis zu kommen, berichtet das "Handelsblatt".

Die Deutsche Bank plant den Einstieg bei der Postbank einem Sprecher zufolge weiterhin für das laufende erste Quartal. Den Bericht des "Handelsblatt" wollte er nicht kommentieren. Auch die Postbank lehnte eine Stellungnahme ab. Die Post erklärte, sie halte am Vertrag mit der Deutschen Bank fest. "Wir haben uns mit der Deutschen Bank auf einen Vertrag geeinigt und zu diesem stehen wir", sagte eine Post-Sprecherin.

Insidern zufolge diskutiert die Postbank zudem über ein mögliches Vorziehen des zweiten Schritts der Übernahme. Die Deutsche Bank und die Post als Verkäuferin der Banktochter hatten im vergangenen September vereinbart, das Geschäft in zwei Etappen über die Bühne zu bringen.

Zunächst kauft die Deutsche Bank im ersten Quartal dieses Jahres 29,75 Prozent an der Postbank zu 57,25 Euro je Aktie und kommt damit auf einen Kaufpreis von 2,79 Milliarden Euro. Am Montagabend lag die Postbank-Aktie unter 13 Euro, was die damalige Vereinbarung aus heutiger Sicht für die Frankfurter sehr unvorteilhaft aussehen lässt.

Für die zweite Phase besitzt die Deutsche Bank die Option, innerhalb von ein bis drei Jahren ein weiteres Aktienpaket in Höhe von 18 Prozent für 55 Euro je Aktie zu erwerben. Die Post hat ihrerseits innerhalb des dritten Jahres die Möglichkeit, 20,25 Prozent plus eine Aktie zu 42,80 Euro je Stück an die Frankfurter zu verkaufen.

ssu/dpa-AFX/Reuters