Potenzmittel: Bayer versucht es mit "Levitra" - DER SPIEGEL
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Potenzmittel Bayer versucht es mit "Levitra"

Bayer will ab 2003 mit einem eigenen Mittel gegen den Pfizer-Verkaufschlager Viagra antreten. Die Nebenwirkungen der neuen Potenzhilfe sollen nicht ganz so dramatisch sein.
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Düsseldorf - Ursprünglich war als Produktname auch die Bezeichnung "Nuviva" im Gespräch gewesen. Nun will Bayer   die neuen Erektionshilfe, die den Wirkstoff Vardenafil enthält, unter dem Produktnamen Levitra vermarkten. Ursprünglich war der Verkaufsstart bereits für dieses Jahr vorgesehen, allerdings hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA Ende Juli vor der endgültigen Zulassung des Präparats weitere klinisch-pharmakologische Studien gefordert. "Levitra" soll einen Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro erzielen. Für die Vermarktung hatte Bayer im November vergangenen Jahres eine Kooperation mit der GlaxoSmithKline vereinbart.

Das Medikament ist der einzige potenzielle Blockbuster, den Bayer in absehbarer Zeit auf den Markt bringen kann. Für die Pharmasparte des Konzerns, die seit dem Lipobay-Skandal im vergangenen Jahr stark angeschlagen ist, ist das Präparat von großer Bedeutung. Levitra soll vor allem weniger Nebenwirkungen haben als Viagra, der Kassenschlager des US-Konkurrenten Pfizer  . Bei dem Bayer-Produkt wurden den Angaben des Unternehmens zufolge bislang leichte bis mittelschwere Nebenwirkungen beobachtet, vor allem Kopfschmerzen, Gesichtsrötung und Entzündungen der Nasenschleimhaut. Im Zusammenhang mit der Einnahme von Viagra waren dagegen bereits zahlreiche Todesfälle bekannt geworden.

Nach den am Montag vorgelegten Daten wurde mit Levitra bei mehr als 70 Prozent der Probanden eine Verbesserung der Erektion erreicht. Zusätzlich hätten bei Patienten, die nach einer Prostatakrebs-Operation an Potenzschwäche litten, auch die depressiven Symptome in einem signifikanten Maße abgenommen, hieß es in der Bayer-Mitteilung.