Preis der Eitelkeit: US-Abgeordnete will Steuer auf Schönheits-OPs - DER SPIEGEL
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Preis der Eitelkeit US-Abgeordnete will Steuer auf Schönheits-OPs

Schönheitsoperationen ohne medizinischen Grund hält die US-Abgeordnete Karen Keiser für einen Luxus, der mit einer Sondersteuer belegt werden sollte. Die Einnahmen könnten für die Krankenversicherung armer Kinder verwendet werden, sagt die Demokratin. Die Schönheitschirurgen sprechen von einer "ungerechten Steuer für Frauen".
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Olympia/USA - Abgeordnete in mehreren US-Staaten haben sich Keisers Forderung nach der "Eitelkeitssteuer" inzwischen angeschlossen. ein Betrag in Höhe von 6,5 Prozent sei durchaus angemessen. "Wer sich Eingriffe aus kosmetischen Gründen leisten kann, wird sich von einer kleinen Steuer nicht abschrecken lassen", sagte die 57-Jährige Keiser. "Man zahlt schließlich auch Steuern auf Lippenstift." Ausgenommen bleiben sollten Operationen nach Unfällen, etwa wegen Verbrennungen, oder schweren Krankheiten, zum Beispiel Brustamputationen.

Im September führte New Jersey als erster US-Staat eine Steuer von sechs Prozent auf Schönheitsoperationen ein. Experten kalkulieren die Einnahmen daraus auf 25 Millionen Dollar pro Jahr. In Illinois hat die Rechnungsprüfung die Einführung einer Steuer vorgeschlagen, um ein Zentrum zur Stammzellenforschung zu schaffen. In Kalifornien, wo derartige Eingriffe weit verbreitet sind, wird bislang keine Steuer erhoben.

Die Gesellschaft der amerikanischen Schönheitschirurgen hat sich indes gegen die Pläne ausgesprochen. Der Herausgeber des Fachblatts "Plastic Surgery News", Phil Haeck, sprach von einer "ungerechten Steuer für Frauen".