Preisdruck: Telekom gibt Gewinnwarnung aus - DER SPIEGEL
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Preisdruck Telekom gibt Gewinnwarnung aus

Die Deutsche Telekom hat für das laufende Geschäftsjahr eine Gewinnwarnung ausgegeben. Grund sei vor allem der unerwartet starke Preisdruck durch die Konkurrenz, hieß es.
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Bonn - Das Bonner Unternehmen veröffentlichte am späten Abend in Bonn eine Ad-hoc-Mitteilung, wonach der Umsatz um etwa 600 Millionen Euro und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um etwa eine Milliarde Euro niedriger ausfallen wird als bisher geplant. Analysten hatten die Prognosen des Unternehmens bereits als nicht mehr haltbar angesehen, allerdings erst im Herbst mit einer Korrektur gerechnet.

Besonders deutlich korrigierte die Deutsche Telekom   die Gewinnschätzung für die Festnetzsparte, den traditionellen Zweig. Im Geschäft mit den Telefonanschlüssen steht dem Ex-Monopolisten vielerorts aggressive Konkurrenz gegenüber, die die Kunden mit Kampfpreisen umwerben. Den Preisdruck bekommen nach Angaben der Telekom aber alle drei Geschäftsfelder Festnetz, Mobilfunk und Geschäftskunden zu spüren.

Die Mitteilung wurde wenige Stunden vor der Bekanntgabe der Telekom-Halbjahresbilanz veröffentlicht. Demnach erwartet der Konzern nun einen Umsatz für das Gesamtjahr zwischen 61,5 und 62,1 Milliarden Euro. Bisher lautete die Prognose 62,1 bis 62,7 Milliarden Euro. Das Ebitda solle nach der Neuberechnung nun zwischen 19,2 und 19,7 Milliarden Euro liegen statt wie zuvor angenommen zwischen 20,2 und 20,7 Milliarden Euro. Für 2007 werde ein wieder moderat steigender Umsatz erwartet. Das Ebitda solle in der Größenordnung des laufenden Jahres liegen. Ursprünglich sollte der operative Gewinn wieder auf 21,7 bis 22,2 Milliarden Euro steigen.

Die Aktionäre sollen bei der Dividende nicht schlechter abschneiden als im vergangenen Jahr: Der Vorstand wolle dem Aufsichtsrat eine Ausschüttung zumindest auf dem Vorjahresniveau von 0,72 Euro je Aktie vorschlagen, teilte die Telekom mit.

reh/AP/vwd/Reuters