Preise: Inflation leicht gebremst - DER SPIEGEL
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Preise Inflation leicht gebremst

Ausgerechnet die Benzinpreise haben die Teuerungsrate im August verringert. Sie betrug 1,8 Prozent.
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Wiesbaden - Die jährliche Inflationsrate sank von 1,9 Prozent (im Juli) auf 1,8 Prozent. Binnen Monatsfrist gaben die Preise für die Lebenshaltung der privaten Haushalte sogar um 0,2 Prozent nach, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Entscheidend für das bessere Preisklima war der Rückgang der Benzinpreise: Sie kosteten im August zwei Prozent weniger als im Juli. Im Vergleich zum letzten August mussten die Bundesbürger allerdings rund 15 Prozent mehr für Kraftstoffe bezahlen.

Deutlich stärker verteuerten sich im letzten Monat Heizöl mit 44,1 Prozent und Gas mit 19,1 Prozent. Ohne Heizöl und Benzin bewegt sich die Inflationsrate unverändert bei einem Prozent.

Für eine Entwarnung an der Preisfront ist es allerdings zu früh. Die anhaltende Talfahrt des Euro an den Devisenmärkten dürfte die Importgüter weiter verteuern. Zusätzlicher Druck kommt von den internationalen Ölmärkten: Für Öl müssen mittlerweile Spitzenpreise von über 34 Dollar je Barrel (159 Liter) gezahlt werden.

Deutlich günstiger für die Verbraucher verläuft dagegen der Trend bei Lebensmitteln. Der scharfe Wettbewerb der großen Handelsketten sorgte binnen Jahresfrist im Schnitt sogar für absolute Preisstabilität. Nahrungsmittel haben sich nach Berechnungen der Statistiker gerade einmal um 0,1 Prozent verteuert. Speisefette und Öle (-1,5 Prozent), Kaffee, Tee und Kakao (-1,5 Prozent), Eier und Molkereiprodukte (-1,4 Prozent) sowie Obst (-1,1 Prozent) wurden sogar billiger. Vor allem für Gemüse (+3,8 Prozent) und Fisch (+1,5 Prozent) musste jedoch mehr Geld auf den Ladentisch gelegt werden. Strom war im Jahresvergleich dafür 8,4 Prozent billiger.