Preiserhöhung: Nivea wird teurer - DER SPIEGEL
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Preiserhöhung Nivea wird teurer

Erst Sprit, dann Nahrungsmittel, jetzt auch Kosmetik: Verbraucher müssen im kommenden Jahr für Beiersdorf-Produkte wie Nivea mehr bezahlen: Der Konzern erhöht wegen der teuren Rohstoffe seine Preise.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Nicht nur die beliebte Creme in der blauen Dose kostet bald mehr: Fast alle Produkte von Beiersdorf, dem Hersteller von Marken wie Nivea, Tesa und Hansaplast, werden teurer.

Der Grund: Die gestiegenen Preise an den Rohstoffmärkten. Bislang habe das Unternehmen noch von neuen Strategien im Einkauf profitiert, gab Beiersdorf bekannt. So wurde beispielsweise Sonnencreme nicht mehr länger an vier Standorten in Europa, sondern nur noch in Spanien produziert. Der Konzern könne sich aber nicht länger von der Preisentwicklung an der Rohstoffmärkten abkoppeln, sagte eine Sprecherin. Wie viel mehr die Beiersdorf-Produkte bald kosten werden, ist allerdings noch unklar.

Zudem legte Beiersdorf Halbjahreszahlen vor. Die Erlöse seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wechselkursbereinigt um 11,5 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro estiegen, teilte das Unternehmen mit. Der Gewinn legte von 244 Millionen auf 282 Millionen Euro zu. Zu der positiven Entwicklung trug vor allem der Unternehmensbereich Consumer bei, zu dem neben Nivea unter anderem die Marken Eucerin, Labello, 8x4 und Hansaplast gehören.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) steigerte Beiersdorf   nach eigenen Angaben von 315 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 392 Millionen Euro.

Analysten hatten vor allem beim Umsatz und dem bereinigten Ebit auf noch höhere Werte gehofft und zeigten sich enttäuscht: Die Beiersdorf-Aktie zählte deshalb zu den Verlierern im MDAX. Sie büßte zum frühen Nachmittag mehr als sechs Prozent ein und sank auf 38,68 Euro.

cvk/Reuters/ddp/AP/dpa