Preiskrieg im Handel: Metro-Chef erwartet Verschärfung - DER SPIEGEL
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Preiskrieg im Handel Metro-Chef erwartet Verschärfung

Hans-Joachim Körber, Vorstandssprecher der Metro AG, erwartet, dass sich der Preiskrieg im Lebensmittelhandel weiter verschärfen wird. Gerüchte über einen Verkauf der Real-Märkte an den britischen Tesco-Konzern wollte er nicht kommentieren.
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Düsseldorf - "Die ausschließliche Fokussierung des Kundenversprechens auf den Preis mit einer begrenzten Anzahl von Produkten zeigt die Fantasielosigkeit im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und führt zwangsläufig zu einer weiteren Verschärfung des Wettbewerbs", sagte der Metro-Chef auf der Hauptversammlung des Unternehmens.Stattdessen sollte das volle Leistungsspektrum der Einzelhandelsunternehmen im Mittelpunkt stehen, so Körber. Der Preis sei dabei nur ein Kriterium, wenn auch ein wichtiges.

Seit einigen Wochen liefern sich die großen Handelsunternehmen in Deutschland einen erbitterten Preiskampf, der auch das Bundeskartellamt alarmiert hat. Die Bonner Wettbewerbshüter prüfen derzeit eine Beschwerde gegen Wal-Mart und haben auch Vorprüfungen gegen Aldi, Lidl, Plus und Norma eingeleitet.

Der Kölner Handelsriese erwartet in diesem Jahr keine wesentliche Verbesserung der Konsumnachfrage in Deutschland. Aus heutiger Sicht rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von rund sieben Prozent. Körber zeigte sich zuversichtlich, dass die Metro ihr Ergebnis weiter steigern werde. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern bei einem Umsatz von 85 Milliarden Mark aus dem gewöhnlichen Geschäft 1,3 Milliarden Mark verdient.

Vor dem Hintergrund der Spekulation einer Übernahme ihrer Real-Supermärkte durch die britische Tesco, hat Körber der wenig rentablen Lebensmittelsparte positive Zukunftsaussichten bescheinigt. Auch die ertragsschwachen Vertriebslinien - also die SB-Warenhauskette Real und die Extra-Verbrauchermärkte - seien jetzt auf dem richtigen Weg, sagte er.

Schon am Montag hatte die Metro Presseberichte über angebliche Verhandlungen mit Tesco über einen Verkauf der Real-Kette als reine Spekulation bezeichnet. Analysten halten ein solches Geschäft vor allem aus Sicht von Tesco für wenig plausibel.