Preiskrieg: Wal-Mart greift Aldi und Co. an - DER SPIEGEL
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Preiskrieg Wal-Mart greift Aldi und Co. an

Im deutschen Einzelhandel tobt die Preisschlacht härter denn je. Nun attackiert Wal-Mart Discount-Ketten wie Aldi oder Lidl mit einer Billigoffensive.
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Düsseldorf - Mehr als 1000 Artikel seien dauerhaft um teilweise mehr als 20 Prozent im Preis gesenkt worden, erklärte die deutsche Tochter des weltgrößten Handelskonzerns Wal-Mart  . "Damit sollen Discounter und Wettbewerber angriffen werden", sagte Unternehmenschef Kay Hafner. Es seien auch Markenprodukte reduziert worden, die Discounter nicht führten.

Damit geht der Preiskrieg in der hiesigen Handelsbranche in eine weitere Runde. Bereits seit 2004 liefern sich die Discounter Aldi und Lidl einen harten Konkurrenzkampf. Beide Unternehmen haben ihre Werbeetats massiv aufgestockt und buhlen mit Niedrigpreisen um die Kundschaft. Lidl kündigte angesichts des harten Wettbewerbs jüngst an, in das Drogeriegeschäft einsteigen zu wollen. Aldi plant spezielle Restpostenläden, um die Lagerbestände abzubauen.

Seit kurzem mischt auch die Metro-Tochter Real bei der Preisprügelei mit. Anfang April verkaufte die Kette den Liter Milch für 33 Cent. Bauernverbände protestierten daraufhin vor den Real-Filialen gegen die Billigstrategie.

Dass jetzt auch Wal-Mart mit Niedrigpreisen punkten will, verwundert nicht. Mit Billigangeboten hat der US-Konzern den amerikanischen Markt erobert. In Deutschland dagegen hat der Erfolg bislang auf sich warten lassen. "Wir nähern uns deutlich der Gewinnschwelle", sagte Deutschland-Chef Hafner bei der Vorlage der Jahreszahlen für 2004. Drei Viertel der bundesweit 91 Filialen hätten im Vorjahr ihre Umsätze verbessert. Genaue Zahlen für das hiesige Geschäft nennt der Konzern grundsätzlich nicht.

Wie tief die Deutschland-Dependance allerdings in der Krise steckte, zeigen die zuletzt veröffentlichten Zahlen für die Jahre 2001 und 2002. Demnach hat Wal-Mart hier zu Lande Verluste in Höhe von 675 Millionen, beziehungsweise 184 Millionen Euro verbucht. Wal-Mart musste die Zahlen auf gerichtliche Anordnung hin bekannt geben.

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