Preisschraube: Benzinpreise auf Jahreshoch - DER SPIEGEL
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Preisschraube Benzinpreise auf Jahreshoch

Die Benzinpreise haben ein neues Jahreshoch erreicht. Eine Trendwende ist nicht in Sicht.
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Hamburg/Rotterdam/Wien - Im Bundesdurchschnitt stiegen die Preise auf 1,09 Euro für Benzin, 1,11 Euro für Super, 1,15 Euro für Super Plus und 0,88 Euro für Diesel. Nach Aral erhöhten am Dienstagabend auch die Mineralölkonzerne Esso, BP und Shell ihre Preise. Benzin wurde nochmals um drei Cent teurer, Diesel wird nun um zwei Cent teurer abgegeben.

Erst in der vergangenen Woche hatten die Mineralölkonzerne die Preise für Benzin um drei Cent und für Diesel um zwei Cent angehoben. "Wir sind seit März den rasant gestiegenen Rohölpreisen hinterhergelaufen", sagte Esso-Sprecher Karl-Heinz Schult-Bornemann. Seit Anfang März habe der Preis für eine Tonne Benzin in Rotterdam um 47 Prozent zugelegt. Das Barrel Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich in diesem Zeitraum um 4,50 Dollar auf zuletzt 26,12 Dollar.

Am Montag hatte der Irak einen einmonatigen Ölexport-Stopp angekündigt und damit die Furcht vor steigenden Ölpreisen weiter geschürt. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) distanzierte sich von diesem Vorhaben. Die OPEC plane, die Ölpreise zwischen 22 und 28 Dollar je Barrel stabil zu halten, sagte der saudi-arabische Ölminister Ali Naimi. Der weltweit achtgrößte Ölproduzent Mexiko erwägt sogar nach eigenen Angaben, die Fördermenge zur Beruhigung des Preises zu erhöhen.

Der Ölexperte des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA), Klaus Matthies, erwartet jedoch, dass erst eine Beruhigung der Lage in Israel und den Palästinensergebieten einen Rückgang der Ölpreise einleiten werde.