Premium-Marke im Plus: Autoabsatz von Audi legt zu - DER SPIEGEL
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Premium-Marke im Plus Autoabsatz von Audi legt zu

Starker Monat für Audi: Der Autohersteller verzeichnet im Gegensatz zur Konkurrenz von BMW und Daimler deutlich mehr verkaufte Fahrzeuge - und hofft nach dem Auslaufen der Abwrackprämie glimpflich davonzukommen.
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Ingolstadt/München - Die Abwrackprämie hat vor allem die Verkäufe von Klein- und Mittelklassewagen in die Höhe getrieben - doch als einziger Hersteller von Fahrzeugen der gehobenen Klasse hat auch Audi mehr Fahrzeuge verkaufen können.

Fertigung des Audi: Absatzplus von 1,3 Prozent

Fertigung des Audi: Absatzplus von 1,3 Prozent

Foto: DPA

Dank staatlicher Konjunkturhilfen auf seinen wichtigsten Märkten Deutschland und China hat das Unternehmen ein leichtes Absatzplus erreicht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei die Zahl der verkauften Autos weltweit um 1,3 Prozent auf 91.200 Fahrzeuge gestiegen, teilte die Volkswagen-Tochter am Mittwoch in Ingolstadt mit. Im ersten Halbjahr kam Audi damit auf einen Absatz von 466.000 Fahrzeugen - ein Minus von 9,7 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008. Die Konkurrenten im gehobenen Segment Daimler und BMW hatten am Dienstag Absatzrückgänge gemeldet. Dort hatte sich die monatelange Talfahrt aber zumindest verlangsamt.

In China und Deutschland hätten zuletzt vor allem staatliche Hilfsprogramme für einen Schub gesorgt, sagte Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer bei einer Telefonkonferenz. So habe Audi im Juni in Deutschland einen Rekordabsatz von knapp 27.700 Fahrzeugen eingefahren, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Neben der Reform der Kfz-Steuer habe sich hier auch die Abwrackprämie bemerkbar gemacht. Bislang seien darüber 20.000 Fahrzeuge verkauft worden. Damit sei aber der größte Ansturm vorbei. "Wir sehen, dass sich der Hype um dieses Thema beruhigt hat." Bis Jahresende rechne er nur noch mit rund 8.000 zusätzlichen Verkäufen.

Nach dem Wegfall der Prämie dürfte der deutsche Markt im kommenden Jahr zwar insgesamt unter Druck geraten, mit einem Einbruch bei Audi rechne er aber nicht, sagte Schwarzenbauer. "Wir haben als Premium-Marke ohnehin nicht so stark davon profitiert." Die Absatzprognose von 900.000 Fahrzeugen für das Gesamtjahr stehe. Bereits 2010 rechne er dann wieder mit einem leichten Absatzplus. Für Schub soll vor allem der neue A1 sorgen, der im Frühjahr bei den Händlern steht.

Hier erwartet Audi in den kommenden Jahren einen durchschnittlichen jährlichen Absatz von 80.000 Fahrzeugen. Die Marke von einer Million Fahrzeugen, die erstmals im vergangenen Jahr durchbrochen worden war, werde voraussichtlich aber erst wieder in zwei bis drei Jahren erreicht, sagte Schwarzenbauer.

beb/dpa