Premium-Pkw: Audi will die Nummer eins werden - DER SPIEGEL
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Premium-Pkw Audi will die Nummer eins werden

Der Autobauer Audi hat in den vergangenen sechs Monaten das beste Auslieferungsergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren. Angesichts des Erfolgs setzt sich die Volkswagen-Tochter ehrgeizige Ziele. Sinkende Gewinne trübten die Feierstimmung da wenig.
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Ingolstadt - "Der Erfolg in den ersten sechs Monaten ist eine klare Bestätigung unser Produktstrategie", sagte Vorstandschef Martin Winterkorn. Zwar sank der Nachsteuergewinn bei dem Ingolstädter Autobauer im ersten Halbjahr um fast elf Prozent auf 300 Millionen Euro. Doch Winterkorn konzentriert sich vor allem darauf, Audi bis zum Ende des Jahrzehnts zur "führenden Premiummarke weltweit" zu machen.

Da interessieren ihn andere Zahlen mehr. Die Rekordverkäufe beispielsweise. Der Audi-Umsatz legte in den ersten Monten um gut sieben Prozent auf erstmals 13,2 Milliarden Euro zu. Die gesamten Auslieferungen wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent. Die Marke mit den vier Ringen verkaufte weltweit 421.967 Autos und erreichte in 12 von 20 Märkten Westeuropas neue Spitzenwerte. In Deutschland stiegen die Verkäufe um 10,4 Prozent auf 126.093 Wagen. Im laufenden Jahr will Audi insgesamt 800.000 Wagen verkaufen, bis 2008 sollen es dann rund eine Millionen jährlich sein.

Vor allem die hohe Nachfrage nach dem neuen A3 Sportback Fünftürer und der A6 hätten zum Umsatzplus beigetragen, teilte das Unternehmen mit. Um den Absatz weiter zu befeuern, will Audi das Modellangebot ausbauen. In den kommenden Jahren sollen alle Kernbaureihen um ein neues Modell erweitert werden. Anfang 2006 kommt der neue geländegängige Q7 auf den Markt, danach soll ein reiner Sportwagen folgen.

Einige Nachrichten dämpfen die Feierstimmung. Das US-Geschäft blieb mit 37.701 verkauften Fahrzeugen leicht hinter dem Vorjahreswert zurück, in China brach der Verkauf von 29.027 auf 19.996 Fahrzeuge ein.