Priceline.com: Manager flüchten - DER SPIEGEL
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Priceline.com Manager flüchten

Rette sich wer kann: Das Führungspersonal verlässt den Billiganbieter von Flugtickets, Autos und Hotelübernachtungen in Scharen. Der Börsenkurs stürzte in den Keller.
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Norwalk - In fünf Jahren, so tönte er noch kürzlich, werde es keine Reisebüros mehr geben. Jetzt ist Jay Walker, Gründer der amerikanischen Online-Reiseagentur Priceline.com, selbst in Turbulenzen geraten. Seine Firma stürzte am Mittwoch an der Nasdaq um 24 Prozent ab und verlor damit seit Anfang des Jahres rund 90 Prozent ihres Wertes.

"Name your price": Das ist die Geschäftsidee, mit der Priceline.com Furore machte. Die Firma wirbt damit, jeden Flugticket-Preis unterbieten zu können, hat aber auch andere Produkte wie Autos oder Übernachtungen in Hotels im Angebot. Der Versuch, Gemüse und Benzin zu verkaufen, ging schon schief. Ende Oktober schloss die dafür gegründete Priceline-Tochter WebHouse Club für immer ihre Türen, nachdem sie innerhalb eines Jahres 363 Millionen Dollar verbrannt hatte.

87 der 535 Beschäftigten von Priceline wurden inzwischen entlassen. Und mehrere der Führungskräfte stiegen in dieser Woche ganz freiwillig aus, darunter Finanzvorstand Heidi Miller, die erst vor acht Monaten von der Citigroup zu Priceline gewechselt war.