Privatanleger: Vertrauen in Topmanager schwindet - DER SPIEGEL
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Privatanleger Vertrauen in Topmanager schwindet

Nach einer Umfrage des "manager magazins" bei Privatanlegern haben viele deutsche Topmanager Vertrauen verspielt. Besonders tief sank Bayer-Chef Manfred Schneider in der Aktionärsgunst.
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Nur noch 30 Prozent der befragten Aktionäre trauen Schneider zu, den Börsenwert des Bayer-Konzerns   nachhaltig zu steigern. Ein dramatischer Vertrauensschwund nach dem Lipobay-Skandal: Vor drei Monaten gehörte der Bayer-Lenker mit 58 Prozent Zuspruch noch zu den angesehensten Vorstandschefs. Das berichtet das "manager magazin" gestützt auf eine Umfrage von Emnid und Kirchhoff Consult.

Beliebtester deutscher Topmanager ist dem Anlegervotum zufolge wie vor drei Monaten Joachim Milberg. Der BMW-Chef   führt mit einem Zuspruch von 71 Prozent vor Ferdinand Piëch von Volkswagen   und Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Telekom-Chef   Ron Sommer fiel hingegen in der Gunst der Aktionäre ebenso zurück wie Siemens-Lenker   Heinrich von Pierer.

Allerdings haben nicht nur einige Konzernlenker an Anlegerzuspruch eingebüßt. Das Vertrauen in die Aktie hat in den vergangenen Wochen arg gelitten. Erstmals haben in der "manager magazin"-Umfrage festverzinsliche Wertpapiere Aktienfonds als bevorzugte Anlageform abgelöst. 84 Prozent der Befragten gaben an, vor neuen Investitionen erst abwarten zu wollen, wie sich die Lage an den Aktienmärkten entwickelt.

Die im Oktober in Kraft tretenden Regelverschärfungen am Neuen Markt - der Ausschluss von insolventen Firmen und von Unternehmen mit sehr niedrigem Marktwert (Penny Stocks) - halten nur 29 Prozent der Anleger für ausreichend. 61 Prozent der Befragten antworteten dagegen mit "Nein" auf die Frage, ob die Maßnahmen der Deutsche Börse AG ausreichen, um das Vertrauen in den Neuen Markt wiederherzustellen.