Medien Pro Sieben
will im Herbst 1996 als erstes Fernsehunternehmen in Deutschland an die Börse gehen. Die zum Medienbereich der Familie Leo Kirch, 69, zählende Gruppe verkauft 15 Millionen Aktien. Zugleich gibt Pro Sieben Genußscheine aus, die den Besitzern eine Gewinnbeteiligung sichern. Sohn Thomas Kirch übernimmt knapp die Hälfte der Papiere, 51 Prozent gehen an den pensionierten Handelsunternehmer Gerhard Ackermans, der bislang nach außen als Hauptgesellschafter des Senders auftrat. Vorstandschef Georg Kofler, 38, verkauft seine Anteile an Pro Sieben und den Tochtersender Kabel 1. Dafür steigt er zusammen mit Thomas Kirch, 38, beim Teleshopping-Kanal H.O.T. ein. Zur neuen Fernseh-AG gehören elf Firmen. Ihr Hauptobjekt Pro Sieben macht 1995 bei einem Netto-Werbeumsatz von 1,3 Milliarden Mark über 200 Millionen Mark Gewinn.