Der BMW-Konzern hat Probleme mit seiner EDV-Tochter Softlab (170 Millionen Mark Umsatz, 900 Mitarbeiter). Die Bayern hatten den Datenverarbeitungsspezialisten 1992 übernommen, um im wachsenden Computergeschäft mitzumischen - ohne Erfolg. Weil die EDV-Experten kaum über Kenntnisse im Automobilgeschäft verfügen, konnten die BMW-Manager ihrer Tochter nicht einmal die Vernetzung ihres Computersystems mit dem des 1994 erworbenen Rover-Konzerns übertragen. Einige Führungskräfte haben das Unternehmen inzwischen verlassen, die Gewinne dümpeln seit Jahren an der Nullmarke. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat drängen BMW-Chef Bernd Pischetsrieder, Softlab zu verkaufen. Doch der zögert noch. Der Wert der einstmals florierenden Firma ist seit der Übernahme durch BMW kräftig gesunken: Die Bayern bekämen heute nur noch die Hälfte des ursprünglich bezahlten Kaufpreises von rund 300 Millionen Mark.
Dieser Ausdruck wurde am 17.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
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