Problemflugzeug A350: Airbus verschärft den Sparkurs - DER SPIEGEL
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Problemflugzeug A350 Airbus verschärft den Sparkurs

Längere Arbeitszeiten, Jobverlagerung in Gebiete außerhalb der Euro-Zone: Airbus kommt nicht zur Ruhe. Die bisherigen Sparmaßnahmen genügen einem Bericht zufolge nicht aus - schon gar nicht, nachdem Werksverkäufe geplatzt sind und beim A350 Investitionen fällig werden.
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Hamburg - Nach den gescheiterten Werksverkäufen in Europa wird der Flugzeugbauer Airbus seinen Sparkurs verschärfen, um den Bau des neuen Langstreckenflugzeug A350 zu finanzieren. Das Unternehmen prüfe neben Arbeitszeitverlängerungen massiv Arbeitsplätze in Gebiete außerhalb der Euro-Zone zu verlagern, berichtet die französische Zeitung "Les Echos" am Freitag. Dies sei Folge der vorerst geplatzten Werksverkäufe in Deutschland und Frankreich, die dem Unternehmen einen Teil der bisher geplanten Milliardeneinsparungen im Rahmen des Plans "Power 8" bringen sollten.

Ein Kernelement des Umstrukturierungsprogramms könne nun nicht mehr umgesetzt werden; Airbus wollte mit "Power 8" auch einen großen Teil der Kosten und Risiken des A350 auf Partner abwälzen. Jetzt werde das Unternehmen diese Investitionen alleine stemmen müssen, schreibt "Les Echos".

Nach Deutschland hatte Airbus diese Woche auch in Frankreich den Versuch vorerst aufgegeben, die Standorte Méaulte und Saint Nazaire Ville an einen Zulieferer zu verkaufen. Sie würden nun wie die deutschen Werke Nordenham, Varel und Augsburg in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert, schrieb Airbus-Chef Thomas Enders an die Beschäftigten. "Das ist eine Übergangsphase, die mittelfristig zu einem Verkauf an einen oder mehrere Finanzpartner führen soll."

In der Zwischenzeit müsse Airbus die Investitionen für den A350 sicherstellen, betonte Enders demnach in dem Brief an die Mitarbeiter. "Das bedeutet, dass entsprechende Anstrengungen unternommen werden, nicht nur, um die Einsparungen durch "Power 8" sicherzustellen, sondern auch um die Kostenziele des A350-Programms einzuhalten."

Der A350 musste auf Druck der Kunden mit Milliardenaufwand von Grund auf neu entwickelt werden. Durch den Einsatz von Verbundmaterialien aus Kohlenstoff anstatt von Metall soll die Maschine nicht so viel Sprit verbrauchen. Die ersten Exemplare sollen 2013 ausgeliefert werden.

kaz/AFP/dpa

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