Profitschub Allianz-Chef verdient fünf Millionen Euro
München - Der Jahresüberschuss stieg von 2,27 auf 4,38 Milliarden Euro, wie die Versicherer am Morgen mitteilte. Wachstumstreiber weltweit sei die Nachfrage nach Altersvorsorge und Vermögensaufbau gewesen, sagte Michael Diekmann. Als Gewinnbringer nannte er das Schaden- und das Unfallgeschäft. Im laufenden Jahr sollen sowohl der Überschuss als auch der operative Gewinn um zehn Prozent zulegen.
Der Konzernumsatz überstieg erstmals die Schwelle von 100 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte um 13 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro zu. Damit seien alle Jahresziele übertroffen worden, sagte Diekmann.
Der Jahresgewinn der Allianz lag leicht über den Erwartungen von Analysten, die mit 4,36 Milliarden Euro gerechnet hatten. Die Erträge aus der Leben- und Krankenversicherung und dem Bankgeschäft blieben aber leicht unter den Prognosen der Experten. Immerhin: Die lange Verluste schreibende Dresdner Bank steuerte im vergangenen Jahr 1,04 Milliarden Euro zum Konzernergebnis bei - rund zehn Mal mehr als 2004.
Diekmann nicht der Top-Verdiener im Konzern
Im laufenden Jahr wolle der Allianz-Konzern seine "Strukturen stark vereinfachen", sagte Diekmann, was wohl auch auf einen weiteren Personalabbau hinauslaufen wird. Derzeit ordnet der Finanzriese seine Strukturen in Europa mit der Komplettübernahme der italienischen Tochter RAS neu. Zudem führt die Allianz die drei inländischen Leben-, Sach- und Krankenversicherer zusammen.
Der Gewinnsprung macht sich auch für die Vorstände bezahlt. Diekmann bekam im vergangenen Jahr eine Gesamtvergütung von 5,030 Millionen Euro, 0,3 Millionen mehr als im Vorjahr. Spitzenverdiener im Konzern war allerdings erneut der Dresdner-Bank-Chef und erfolgreiche Sanierer Herbert Walter mit 5,165 Millionen Euro.
itz/dpa/ddp/Reuters/AP