Prognose Keine Besserung auf ostdeutschem Arbeitsmarkt
Hamburg - Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet in diesem Jahr nicht mit einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt in den östlichen Bundesländern. Zum einen liege das Produktionswachstum noch unterhalb der Beschäftigungsschwelle, zum anderen werde vor allem im Baugewerbe und im öffentlichen Bereich weiter Personal abgebaut, erklärte Arbeitsmarktexperte Ulrich Brautzsch heute in Halle.
Im vergangenen Jahr hatte sich die Arbeitsmarktlage in Ostdeutschland nach Angaben des IWH nochmals verschlechtert. Die Zahl der Erwerbstätigen sei um 74.000 gesunken. Nur durch die Ausweitung staatlich subventionierter Ich-AGs um rund 30.000 sowie die Bereitstellung von etwa 90.000 geringfügig entlohnten Tätigkeiten habe ein noch stärkerer Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen vermieden werden können. Die Quote der Unterbeschäftigung - also von Arbeitslosen sowie Menschen in Ein-Euro-Jobs, Vorruhestand oder Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - lag bei 22,5 Prozent.
kaz/AP