Projektname "Barracuda": EADS plant Kampfjet ohne Piloten - DER SPIEGEL
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Projektname "Barracuda" EADS plant Kampfjet ohne Piloten

Bisher sind die Amerikaner auf dem Feld führend - aber das soll sich nach dem Willen von EADS ändern: Der Euro-Rüstungskonzern hat einem Pressebericht zufolge unter großer Geheimhaltung begonnen, einen unbemannten Kampfflieger zu entwickeln.
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Hamburg - Derzeit baue EADS ein Vorläufermodell, wie die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Branchenkreise berichtet. Dieser "UCAV Demonstrator" könne der Einstieg in ein Entwicklungsprogramm sein. Möglich sei, dass das Bundesverteidigungsministerium noch in diesem Jahr als erster Kunde auftrete.

Unbemannte Flugzeug gewinnen für Überwachung, aber auch Kampfeinsätze zunehmend an Bedeutung. US-Konzerne bieten bereits mehrere Modelle an. In Europa hingegen konnten die Rüstungsunternehmen ihre Bemühungen noch nicht koordinieren. Das EADS-Modell könnte der Zeitung zufolge fünf bis zehn Meter lang sein und in frühestens zehn Jahren auf dem Markt eingeführt werden.

"WSJ": Standort in den USA ausgewählt

Wie die "FTD" weiter schreibt, konkurriert EADS mit seinem Projekt "Barracuda" ausgerechnet mit dem französischen Rüstungsunternehmen Dassault. Dieser unterhält ein ähnliches Projekt mit dem Namen "Neuron", an dem sich Länder wie Schweden, Griechenland, die Schweiz und Italien beteiligt haben.

Unterdessen ist EADS mit der Auswahl eines Standortes in den USA vorangekommen. Der Konzern wolle Tankflugzeuge in einem Montagewerk in Mobile, Alabama, bauen, sofern er einen Auftrag des Pentagons erhalte, berichtet das "Wall Street Journal". Die Entscheidung solle offiziell noch heute mitgeteilt werden. EADS hatte bisher Investitionen von 600 Millionen Dollar in ein Montagewerk in Aussicht gestellt. Die Zahl der Beschäftigung soll sich auf 1000 belaufen.