ProSiebenSat.1 Saban drückt aufs Spartempo
München - Die Programmkosten von Sat.1 will Saban Unternehmenskreisen zufolge im kommenden Jahr noch mal um knapp 60 Millionen Euro und damit um fast 10 Prozent senken, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Vor wenigen Tagen war bereits bekannt geworden, dass Saban auch den Konzernvorstand von sechs auf drei Personen reduzieren will.
Im laufenden Jahr hat Sat.1 bereits 150 Millionen Euro eingespart. Die Ausgaben für das Programm machen gut 80 Prozent der Gesamtkosten aus - und die will Saban erneut zusammenstreichen, damit der börsennotierte Konzern so schnell wie möglich wieder bessere Ergebnisse vorlegen kann. In den bisherigen Quartalen waren die Gewinne von ProSiebenSat.1 äußerst mager ausgefallen.
Das neue Sparkonzept: Sat.1 will dem Bericht zufolge in den Sommermonaten künftig mehr Wiederholungen zeigen als bislang. Auch beim Schwesterkanal ProSieben suche man zur Zeit nach Einsparmöglichkeiten.
Sat.1, der vor allem im Jahr 2002 hohe Verluste eingefahren hatte, gilt als das Sorgenkind des Medienkonzerns aus Unterföhring. Dieses Jahr strebt Sat.1 ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis an.