ProSiebenSat.1 Saban will nicht mehr verkaufen
New York - Nach dem geplatzten Verkauf an den Axel-Springer-Verlag habe das Besitzer-Konsortium um den US-Milliardär Haim Saban entschieden, das Unternehmen zu behalten. Darauf hätten sich Saban und seine Partner einstimmig verständigt, berichtet das "Wall Street Journal" auf seiner Internet-Seite. Im Laufe des Tages solle die Entscheidung offiziell bekannt gegeben werden. Das Blatt beruft sich in seinem Bericht auf informierte Kreise. Auch die Nachrichtenagentur Reuters berichtete aus Kreisen, die ProSiebenSat1-Eigner wollten trotz weiterer Angebote nun doch am Sender festhalten. Eine Sprecherin von Saban wollte den Bericht des "Wall Street Journal" gegenüber der Nachrichtenagentur AP am Sonntagabend nicht kommentieren.
Vor knapp zwei Wochen hatte der Axel-Springer-Verlag seine Kaufabsichten für ProSiebenSat1 endgültig für beendet erklärt. Zu hoch waren die kartellrechtlichen Hürden, zu groß das wirtschaftliche Risiko. Weitere potenzielle Käufer standen nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters bereits in den Startlöchern, unter anderem der französische TV-Konzern TF1 und die in Luxemburg ansässige SBS Broadcasting sowie diverse US-Mediengruppen. Beobachter gingen davon aus, dass die anderen Interessenten weitaus weniger Geld geboten haben dürften als der Axel-Springer-Verlag.
reh/ap/reuters