Proteste VW-Mitarbeiter legen Produktion lahm
Wolfsburg - Der Konzernvorstand wolle die Mehrzahl der Beschäftigten, die befristete Verträge haben, auf die Straße setzen, obwohl für sie nachweislich Arbeit vorhanden sei, klagte der Vorsitzende des VW-Gesamtbetriebsrates, Klaus Volkert. Volkswagen dürfe nicht zu einem primitiven kapitalistischen Konzern verkommen, "in dem Menschen wie ein lästiger Kostenfaktor geheuert und gefeuert werden".
Volkert verlangte, verstärkt Mehrarbeit durch Freizeit abzugelten, um die Arbeitsplätze zu retten. Zudem sollten die Mitarbeiter in anderen VW-Werken, in denen Bedarf bestehe, eingesetzt werden.
Nach Angaben von Volkswagen konnten wegen der Protestaktion 900 Fahrzeuge in Wolfsburg nicht produziert werden. Der Vorstand reagierte mit einer kurzen Mitteilung auf die Protestkundgebung. Demnach werden keine Übernahmen für auslaufende Zeitverträge verbindlich zugesichert. Es werde jeweils monatlich "im Rahmen der Beschäftigungsplanung" entschieden.
Wer bei VW nicht übernommen werden könne, bekomme ein Angebot der Wolfsburg AG "und anderer Personaldienstleister" für einen unbefristeten Arbeitsvertrag "zu marktüblichen Konditionen. Die Wolfsburg AG will die Arbeitslosigkeit in der Stadt halbieren. Träger sind je zur Hälfte die Stadt und Volkswagen.