Pünktlicher Preisauftrieb: Benzinpreis vor Ostern auf Allzeithoch - DER SPIEGEL
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Pünktlicher Preisauftrieb Benzinpreis vor Ostern auf Allzeithoch

Kurz vor der bevorstehenden Oster-Reisewelle steigen die Benzinpreise neuen Rekordmarken entgegen. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Preise für Normal- und Superbenzin noch vor Ostern auf ein neues Allzeithoch klettern werden", sagt ein Experte.
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Berlin - Der bisherige Preisrekord aus dem Februar 2003 wankt schon seit Tagen. Damals kostete ein Liter Super 1,16 Euro, Normalbenzin 1,14 Euro. Derzeit kostet ein Liter Super der "Bild am Sonntag" zufolge im Bundesdurchschnitt 1,14 Euro, Normalbenzin 1,12 Euro.

Gründe für den Preisanstieg sind neben dem schwächer werdenden Euro der Beschluss der Oüec, die Produktion trotz des Preisanstiegs weiter zu drosseln, und der enorme Benzindurst der Amerikaner. "Sie füllen derzeit ihre Reserven auf. Das wirkt sich auch massiv auf die Rohölpreise in Europa aus", zitierte die Zeitung den Energieexperten Rainer Wiek vom Energie-Informationsdienst (EID).

ADAC kritisiert Konzerne

Doch auch die Mineralölkonzerne tragen nach Auffassung des ADAC ihren Teil zum rasanten Preisanstieg bei. Clubsprecher Maximilian Maurer sprach der Zeitung zufolge von einem "künstlich geschaffenen Jahreshoch". Trotz der hohen Ölpreise und des schwachen Euro könne Benzin rund zwei Cent günstiger sein.

Die deutsche Mineralölindustrie dagegen hatte bereits vor wenigen Tagen die Kritik an überhöhten Spritpreisen als unbegründet zurückgewiesen. So hätten im vergangenen Jahr die Benzinpreise an Ostern um zwei Cent unter denen zu Beginn der Osterwoche gelegen, erklärte der Mineralölwirtschaftsverband in Hamburg.

Der Spritpreis könnte in den folgenden Wochen noch weiter steigen. So haben Experten nach dem Opec-Beschluss vom Mittwoch erklärt, die Preise für Rohöl könnten von derzeit rund 32 Dollar je Barrel (159 Liter) auf 40 Dollar steigen, falls alle Mitglieder des Kartells die Disziplin besäßen, ihre tatsächliche Produktion zu drosseln.