Punto-Verkauf: Edeka schlägt zurück - DER SPIEGEL
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Punto-Verkauf Edeka schlägt zurück

Die Handelskette Edeka lässt sich von Fiat nicht einschüchtern. Die schwarzen Puntos werden weiter verkauft und notfalls aus anderen EU-Ländern geliefert.
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Frankfurt am Main - Sollte der vertraglich gebundene Berliner Großhändler die Autos nicht liefern, würden die Kunden EU-Wagen bekommen, sagte Jochen Graf, Geschäftsführer des für die Fiat-Aktion zuständigen Edeka-Vertragspartners asm, auf einer Pressekonferenz.

Zugleich will der Edeka-Partner seinerseits mit juristischen Mitteln die Auslieferung der Autos vom Berliner Händler erreichen. Ein entsprechender Antrag auf einstweilige Verfügung sei am Montag am Berliner Landgericht eingereicht worden, sagte Graf. Der Berliner Händler hatte sich vorerst aus dem Geschäft zurückgezogen.

Fiat hatte in der vergangenen Woche vor dem Landgericht Offenburg gegen den Verkauf geklagt. Zugleich hatte der Autokonzern am Freitag vor dem Landgericht Köln ein einstweiliges Verbot des Internetvertriebs erwirkt.

Da der Gerichtsbeschluss bei Edeka noch nicht eingegangen sei, sei die Verkaufsaktion auch am Montag fortgesetzt worden. Die Anfragen nach dem Auto und den beiden dazugehörigen Paketen, die unter anderem einen Motorroller und elektronische Geräte beinhalten, sei "sehr groß". Konkrete Verkaufszahlen wollte Graf aber nicht nennen.

Graf räumte ein, "die politische Wucht" der Aktion unterschätzt zu haben. Er wies zugleich jeglichen Vorwurf der unseriösen oder unkorrekten Geschäftspraktiken zurück. Der Fiat werde zum Listenpreis angeboten; Garantie- und Serviceleistungen würden wie beim normalen Autokauf gewährt. Da die im Paket eingeschlossenen Geräte nicht mit Einzelpreisen ausgewiesen seien, werde kein Preisdruck auf den Fachhandel ausgeübt. Zudem habe man mit dem Motorroller der Marke MZ bewusst ein ostdeutsches Produkt aufgenommen.

Die beiden Pakete sollten bis Ende Mai zum Preis von je 24.500 Mark in 400 baden-württembergischen Supermärkten und im Internet angeboten werden. Während die Kunden in vielen Supermärkten die elektronischen Geräte wie Notebook oder Drucker gleich mitnehmen können, sollte der Fiat ursprünglich nur im Rahmen eines "Erlebniseinkaufs", einer im Preis inbegriffenen Reise nach Berlin, verkauft werden.