Quartalsbericht HP steigert Gewinn stärker als erwartet
San Francisco - Hewlett-Packard -Packard steigerte im vierten Geschäftsquartal den Reingewinn auf 2,16 Milliarden Dollar von 1,7 Milliarden Dollar im Vorjahr, wie das Unternehmen nach Börsenschluss mitteilte. Das Finanzjahr endet bei HP am 31. Oktober. Je Aktie legte der Netto-Gewinn gegenüber dem Vergleichszeitraum auf 81 Cent von 60 Cent zu. Der Gewinn vor Sonderposten erreichte 86 Cent je Anteilspapier. Von Thomson Financial befragte Experten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 82 Cent gerechnet.
Der Umsatz kletterte in den drei Monaten um 15 Prozent auf 28,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten hier einer Reuters-Umfrage zufolge 27,4 Milliarden Dollar erwartet sowie einen Gewinn vor Sonderposten von 82 Cent je Aktie. Besonders kräftig legten die Verkaufszahlen bei den Notebooks zu: Der Umsatz mit Laptops stieg im vierten Quartal um 49 Prozent.
Auch für das kommende erste Quartal ist Hewlett Packard zuversichtlich: Der Computerhersteller rechnet mit einem Erlös zwischen 27,4 und 27,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen kündigte zudem einen weiteren Aktienrückkauf im Umfang von acht Milliarden Dollar an. Solche Rückkäufe gelten an der Börse allgemein als positives Signal. Unternehmen dokumentieren damit das Vertrauen auf ein hohes Ertragspotenzial und kurbeln den Aktienkurs an.
Unter seinem Chef Mark Hurd konnte Hewlett-Packard schon im dritten Quartal den Erfolg einer radikalen Sanierung verbuchen. Der Konzern hatte innerhalb von zwei Jahren 15.000 Arbeitsplätze abgebaut und Immobilien verkauft. HP hat im harten Wettbewerb auf dem PC-Markt im vergangenen Jahr seinen Erzrivalen Dell von der Spitze der Branche verdrängt. Dies zeigte sich auch am Aktienkurs: Das Papier entwickelte sich im vergangenen Jahr deutlich besser als der Dow Jones oder die Titel der Konkurrenten wie Dell und war Anfang November auf den höchsten Stand seit Ende 2000 gestiegen.
reh/Reuters/dpa-AFX