Quartalsbilanz Volkswagen verbucht deutlichen Gewinnanstieg
Wolfsburg - Damit hat die Marke Volkswagen fast zur kleineren Luxus-Tochter Audi aufgeschlossen, die ihren operativen Gewinn nach Konzernangaben um 56 Millionen Euro auf 401 Millionen Euro gesteigert hat. Verglichen mit dem Vergleichsquartal des Vorjahres fällt der Fortschritt bei VW jedoch viel größer aus. Denn da hatten die Wolfsburger noch einen Verlust in Höhe von 49 Millionen Euro eingefahren.
Insgesamt erwartet Konzern-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch in diesem Jahr erneut deutliche Zuwächse: "Wir gehen davon aus, die weltweiten Auslieferungen an Kunden 2007 leicht steigern zu können und die Umsatzerlöse von 2006 zu übertreffen." Auch das operative Ergebnis werde über dem des Vorjahres liegen. Die Kernzahlen des ersten Quartals waren schon zur Hauptversammlung bekannt gemacht worden. VW verkaufte weltweit 1,5 Millionen Autos, ein Plus von 7,9 Prozent.
Der Umsatz stieg bis Ende März um 5,1 Prozent auf 26,6 Milliarden Euro. Der Nettogewinn kletterte auf mehr als das Doppelte, 740 Millionen Euro, das operative Ergebnis stieg um 81 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter wurde um 3,6 Prozent auf 324.000 weltweit gesenkt.
Damit geht das Sanierungskonzept des früheren Konzernchefs Bernd Pischetsrieder auf: Im vergangenen Jahr hatte er zusammen mit dem inzwischen abgetretenen Markenvorstand Wolfgang Bernhard der IG Metall deutliche Zusatzbelastungen für die Mitarbeiter abgerungen. Gleichzeitig wurde ein Abfindungs- und Vorruhestandsprogramm durchgezogen, dass im Endeffekt 20.000 Arbeitsplätze kosten wird.
Für den US-Markt sehen die Daten weniger rosig aus. Volkswagen hat im April erneut einen Absatzrückgang hinnehmen müssen. Die Verkäufe der Marke VW sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um sieben Prozent auf 19.086 Fahrzeuge, wie Volkswagen of America in Auburn Hills mitteilte. Rückläufig war vor allem der Absatz der beiden wichtigsten VW-Modelle in den USA, Jetta und Passat. Im März hatte VW ein Absatzminus von 16,3 Prozent verzeichnet. Seit Jahresbeginn ging der VW-Absatz in den USA um 6 Prozent auf 69.418 Fahrzeuge zurück.
mik/AP/dpa