Quartalsergebnis: Infineon verblüfft mit guten Zahlen - DER SPIEGEL
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Quartalsergebnis Infineon verblüfft mit guten Zahlen

Damit hatten Investoren nicht gerechnet: Der Chiphersteller Infineon hat erstmals seit vier Quartalen - zumindest operativ - wieder schwarze Zahlen geschrieben. An der Börse legen die Aktien des Münchner Unternehmens entsprechend an Wert zu.
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München - Der Halbleiterkonzern ist im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2005/06 operativ in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat seinen Verlust unter dem Strich deutlich eingedämmt. Der Betriebsgewinn habe 28 Millionen Euro betragen, nachdem im Vorquartal noch ein operativer Fehlbetrag von 122 Millionen Euro angefallen war. Erstmals seit vier Quartalen schrieb Infineon   damit operativ wieder schwarze Zahlen.

Im Frankfurter Aktienhandel stieg die Infineon-Aktie um 1,8 Prozent auf 9,62 Euro.

Der Nettoverlust habe sich von 183 Millionen Euro im Vorquartal auf 26 Millionen Euro reduziert. Analysten hatten im Durchschnitt einen Quartalsverlust inklusive des Buchgewinns aus dem Inotera-Börsengang und den Umbaukosten von 47 Millionen Euro erwartet.

Infineon habe vor allem von der hohen Nachfrage nach Speicherchips und Halbleitern für den Automobilbau und die Industrie profitiert, hieß es zur Begründung. Der Konzernumsatz sei in den Monaten Januar bis März um knapp ein Fünftel auf 1,99 Milliarden Euro gestiegen. Dagegen habe das Unternehmen weniger mit seinen Mikrochips für die Telekommunikationsbranche umgesetzt. Parallel zum Umsatzanstieg hätten auch die Betriebsgewinne der Speicherchipsegmente und des Auto- und Industriebereichs zugenommen.

"Die Ergebnisse des zweiten Quartals zeigen, dass sowohl das Geschäft mit Speicherprodukten als auch das Logikgeschäft gut aufgestellt sind, um zukünftig erfolgreich als separate Unternehmen zu agieren", sagte Infineon-Chef Wolfgang Ziebart.

Im laufenden dritten Infineon-Quartal rechnet das Unternehmen damit, dass in den beiden Logikchipsegmenten Betriebsgewinn wie Umsatz zurückgehen. Bei den Speicherprodukten, die ab kommenden Montag in dem Infineon-Tochterunternehmen Qimonda gebündelt werden, solle die Bit-Produktion um rund 10 Prozent zunehmen. Die Kosten der Qimonda-Ausgliederung werden im dritten Quartal die Konzernzentrale belasten, hieß es.

Die neue Tochter werde hingegen davon profitieren, dass zentrale Kosten bei der Mutter verbleiben. Dieser Effekt werde allerdings durch die Belastungen für den Aufbau einer eigenen Infrastruktur gemindert, teilte Infineon mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen.


itz/mm.de/Reuters

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