Quartalsgewinn: Telekom profitiert vom Sparprogramm - DER SPIEGEL
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Quartalsgewinn Telekom profitiert vom Sparprogramm

Die Deutsche Telekom überrascht mit einem kleinen Plus im laufenden Quartal - die Folge von rigiden Einsparungen im Konzern. Allerdings macht dem Bonner Unternehmen der harte Wettbewerb in Deutschland weiter zu schaffen.
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Bonn - Die Deutsche Telekom hat ihr Ergebnis dank des straffen Sparprogramms im abgelaufenen Quartal überraschend gesteigert. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) legte um 2,4 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zu, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Damit übertraf die Telekom die Analystenerwartungen. Die Experten hatten mit einem leichten Ergebnisrückgang gerechnet.

Unter dem Strich wies die Telekom einen Quartalsgewinn von 895 Millionen Euro aus nach 256 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Hier wirkten sich Steuereffekte und einmal mehr die gesunkenen Personalkosten aus. Die Aussicht für das kommende Jahr fallen allerdings verhalten aus. Der Bonner Konzern erwartet erneut nur ein stabiles bis leicht steigendes Ebitda. Die Prognose für das laufende Jahr von rund 19,3 Milliarden Euro wurde bestätigt.

Der Konzernumsatz sank im Berichtszeitraum um 1,5 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Ein Grund dafür war der weiterhin starke Wettbewerb am Heimatmarkt. Die Telekom kämpft weiter gegen den Verlust von herkömmlichen Anschlüssen, der sich jedoch allmählich verlangsamt, sowie mit Preisrückgängen.

Die Zahl der Festnetzanschlüsse sank erneut um 574.000. Im DSL-Geschäft konnte die Telekom unterdessen Marktanteile gut machen. Der Anteil von 49 Prozent im dritten Quartal liegt über der Gesamtjahresprognose von 45 Prozent. Die Zahl der DSL-Neukunden von 344.000 entsprach allerdings dem Niveau vom Vorquartal.

Auch im Mobilfunkgeschäft schmälerte die Konkurrenz auf dem deutschen Markt den Umsatz. Probleme bereitet weiterhin die Entwicklung in Großbritannien. Neben dem schwachen Pfund belasteten hier auch Wettbewerb und regulatorische Eingriffe die Entwicklung. Insgesamt dämpfte der starke Euro die Geschäfte im Ausland.

Die Telekom befindet sich in einer Umbauphase. Insgesamt sollen bis 2010 bis zu 4,7 Milliarden Euro eingespart werden. Bis zum dritten Quartal beliefen sich die Einsparungen aus dem Sparprogramm "Save for Services" auf rund 3,5 Milliarden Euro. Die Zuspitzung der Finanzmarktkrise habe sich aber bislang auf das operative Geschäft nicht ausgewirkt, erklärte Konzernchef René Obermann. "Die Deutsche Telekom ist finanztechnisch stabil aufgestellt." Die Finanzierung stehe kurz- und mittelfristig auf einer stabilen Grundlage.

suc/dpa-AFX/Reuters